Mozarthaus Vienna – Wenn Logos Geschichten erzählen

By | 17. April 2009

 

Mozarthaus Vienna

Mozarthaus Vienna

In dem Mozarthaus Vienna befindet sich die einzige erhaltene Wohnung, in der Wolfgang Amadeus Mozart gelebt hat. In dieser Wohnung lebte Mozart von 1784 bis 1787. Heute ist die Wohnung eine Außenstelle des Wiener Museums und ist für jeden zugänglich. In dieser Wohnung komponierte Mozart “Die Hochzeit des Figaros“.
Das Logo für das Mozarthaus Vienne wurde 2006 von Justus Oehler entworfen. Justus Oehler wurde in Japan geboren und studierte in München visuelle Kommunikation. Danach besuchte er die  Central School of Art and Design in London und schloss dieses mit dem Master of Art ab. Mittlerweile führt Justus Oehler eine Pentagram Designniederlassung in Berlin und entwickelt hier mit seinem Team Brand und Corporate Identities. Das besondere an dem Logo ist, dass das ‘V’, welches für Vienna steht, hier in den Mittelpunkt des Logos gerückt wird. Das M, welches für ‘Mozart’ steht  schlingt sich um das V.
Dadurch wird nicht die Person Mozart in den Vordergrund gerückt, sondern man erkennt eine starke Zusammengehörigkeit zwischen der Stadt Wien und der Person Mozart. Mozart der zu der damaligen Zeit als Freischaffender Komponist arbeitete, hätte sich bestimmt schon damals über das Logo gefreut. Im Gegensatz zu vielen anderen Logos hat man hier keinen neuen Stil bei der Umsetzung verfolgt, sondern hat in Anlehnung an den Künstler, ein für ihn symbolhaftes Logo kreiert.
In meinen Augen ist es ein sehr gelungenes Logo, da hier zwei Dinge, die in der Geschichte einer Stadt einfach zusammen gehören, klassisch stilvoll und zeitgemäß miteinander verbunden wurden. Es wird auf beide Komponenten eingegangen und doch wird keine in den Vordergrund gerückt. Wien gehört zu Mozart und Mozart gehört zu Wien. Des Weiteren ist auch die Schriftart zeitlich gut gewählt, da die Bodoni Schrift, die für das ‘V’ verwendet wurde, auch im Jahre 1790 von Giambattista Bodoni entworfen. Bodoni galt damals als “Drucker der Könige und König der Drucker”, da er fast jedes Werk in einer neuen Schrift verfasst hat. In meinen Augen hat es Justus Oehler geschafft, eine geschichtlich wichtige Persönlichkeit, stilvoll ins rechte Licht zurücken.
Weitere Arbeiten von Pentagram sind beispielsweise das Redesign des 151 Jahre alten “The Atlantic” magazine. Eine weitere in Berlin durchgeführte Arbeit ist die für die  Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin.
Dafür wurden unter anderem Plakate entwickelt, die für kommunikative Maßnahmen eingesetzt wurden.

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