IBM – eightstripe logotype von Paul Rand

By | 3. Juni 2009

 

IBM eightstripe Logo

IBM eightstripe Logo

Die International Business Machines Corporation (IBM) ist ein US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen mit Sitz inArmonk bei North Castle im US-Bundesstaat New York.
1896 gründetete  Herman Hollerith die Tabulating Machine Company. Dort bauten sie Maschinen, die zur Auszählung und Erfassung per Lochkarten eingegebener Daten eingesetzt wurden.
Jedoch wurde die Produktion dieser Maschinen schon bald wieder eingestellt. Die Tabulating Machine Company stellte auch Maschinen für die Auswertung der Stimmzettel der US-Wahlen her. Kurz nach den Wahlen erhielt man eine Anzeige, da ihnen vorgeworfen wurde, einige Maschinen hätten nicht richtig funktioniert und einige Stimmen nicht ausgezählt.
1924 erfolgte dann die Umbenennung in „International Business Machines Corporation“ (IBM).
Mittlerweile beschäftigt man rund 386,558  weltweit und konnte 2008 einen Umsatz von 103,6 Mrd. US-Dollar vorweisen.
Das Logo von IBM, das sogenannte eightstripe Logotype musste sich in den Jahren einiger Redesigns unterziehen. Hier eine kleine Logo Historie des IBM Logos, die ich auch wilogo.com gefunden habe.

 

IBM Logo History

IBM Logo History

 Im Vergleich dazu, wurde das Kellog´s Logo so gut wie gar nicht überarbeitet.
Doch warum werden so viele Überarbeitungen durchgeführt? Anhand von IBM lässt sich das gut verdeutlichen. Meistens werden Logos, sobald sich Firmen neu zusammenschließen überarbeitet, es sei denn, dass ein Unternehmen das andere Unternehmen aufkauft. Man muss bedenken, dass beide Unternehmen auch schon vorher eine Corporate Identity besaßen und da natürlich auch ihre eigenen Leitgedanken niedergeschrieben hatten. Außerdem sollte ja auch jedes Logo das dementsprechende des Unternehmens widerspiegeln.
1972 wurde das IBM Logo zu guter letzt bearbeitet und wurde bis heute so beibehalten. Der Glückliche, der damals den Zuschlag bekam war Paul Rand.
Paul Rand hatte auch schon das Apple Logo entwickelt und galt als einer der besten Logoentwickler weltweit. Hier auch noch ein Interview von Steve Jobs zu Paul Rand.
Er entwarf unter anderem auch die Logos  für Unternehmen wie ABCCummins, EngineEnron,  IDEONeXT und Westinghouse. Auch das ursprüngliche UPS Logo, wo noch das kleine Paket über dem UPS zu sehen ist, ist eine Idee von ihm.
Interessant bei dem Logo von IBM ist, dass er es nicht in seiner Schriftart veränderte, sondern lediglich in seinem äußeren Erscheinungsbild. Paul Rand wollte die Serifenbetonte Linear-Antiqua , auch Slab-Serif genannt, nur etwas abändern und zu der Zeit angemessener, sprich frischer und moderner gestalten. 
Er wusste, dass dieser plötzliche Wechsel, den das neue Logo mit sich bringen würde, zunächst einmal eine Entfremdung für IBM bedeuten würde. Paul Rand wartete einige Jahre, bevor er das “Streifen-Logo” vorstellte. Manch ein Kreativer würde sich wohl wünschen, nur mal ein paar Wochen in Ruhe ein Logo entwickeln zu dürfen. Aber damals hatte man noch die Zeit und die nahm man sich auch.
Die Art des Logo soll vor allem eine Assoziation hervorrufen und das ist Sicherheit. Einer der Leitgedanken war damals “Maßnahmen zum Schutz gegen Fälschungen von signierten Dokumenten.” Und genau dafür sollte das Logo stehen. Selbst wenn man versuchen sollte, ein Dokument zu fälschen, wird es immer löchrig bleiben. Ein weiterer Aspekt, der verdeutlicht werden sollte, war die Assoziation von Zusammengehörigkeit und Zusammenhalt. Zwar sind die einzelnen Streifen auseinander gerückt, aber man könnte sie trotzdem jeder Zeit zu einem ganzen zusammenfügen. Fehlt jedoch ein Streifen in dem Logo, ließe es sich auch nicht mehr zusammenfügen.

Wer mal im Internet oder in sonstigen Magazinen den Begriff Big Blue oder auch Mother Blue hört, der brauch sich nicht wundern, denn dann ist IBM gemeint.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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