Über Hirngespinster, Luftschlösser, Denktypen und meine eigenen Gedanken

By | 12. November 2009

“Unter einem Luftschloss versteht man einen unrealistischen Zustand oder einen Gegenstand, den man sich ersehnt, herbei wünscht oder erträumt, der aber außer in der Vorstellung noch keine Substanz hat. Es handelt sich um ein so genanntes Hirngespinst oder ein Fantasiegebilde.”

 

Jetzt stellt sich mir nur die Frage, warum es gerade momentan so viele gibt mit denen ich spreche, die auch alle diese Hirngespinste haben und unzählige Luftschlösser bauen? Ist es das Verlangen danach, selber eine große Idee zu haben, oder ist es einfach nur die Zeit und das austesten der eigenen Fähigkeiten, die einen antreibt. So sprach ich kürzlich mit einem Bekannten, der mir von einer, in seinen Augen brillanten Idee berichtete. Am nächsten Tag hatte er eine weitere große Idee und das Spielchen ging von neuem los. Da ich momentan mit vielen Menschen zu tun habe, habe ich mal versucht, die Leute in unterschiedliche Denktypen einzuteilen! Warum ich das tue?
In meinen Augen ist die Denkweise, mit der man an eine Arbeit herangeht besonders wichtig. Es  ist wichtig, da die Einstellung zu der Zeit und den Veränderungen des täglichen Lebens bei der Ideenfindung eine wichtige Rolle spielen. Wenn man zum Beispiel Vorurteile gegenüber neuen Trends hat, wird man diesen Trend in seine Ideen wohl kaum mit einfließen lassen. Wenn man im Gegensatz dazu  jedoch auf jeden neuen Trend setzt, wird man wohl kaum versuchen,  danach zu suchen was einmal war und was man vielleicht für Rückschlüsse aus der Vergangenheit ziehen kann.
Daher versuche ich für mich die Menschen, mit denen in zusammen arbeite in unterschiedliche Kategorien einzuteilen. Er erleichtert mir insofern die Arbeit, da ich denke, dass man so schneller einen Fortschritt erzielen kann. Denn was nutzt es mir, mit jedem über neue digitale Trends im tiefsten Detail nachzudenken, wenn Internet für ihn nur ein Trend ist (Bißchen überspitzt, aber ich glaube der Sinn ist klar)

Hier meine Kategorien, die ich mit der Zeit für mich entworfen / gefiltert habe. Es ist nichts wissenschaftliches was hier dirn steckt, sondern einfach nur eine eigene Eingliederung der unterschiedlichen Denktypen, die es für mich gibt.
Bisher habe ich für mich 5 unterschiedliche Denktypen gefunden. Ich werde Euch danach sagen, wo ich mich momentan sehen würde, und wo ich gerne hinkommen würde.Ich weiß, die Namen sind nicht die tollsten, aber die sind mir als ersten eingefallen und ich kann sie mir gut merken.

  Der Klassik-Denker:
Die Personen verharren in ihrem alten Denken und öffnen sich nicht für neue Trends. Sei es in der Wirtschaft oder auch im Privatleben.

Der Trend-Denker:
Für diese Person stellt jeder neue Trend, jedes neues Ereignis eine neue Revolution dar. Die Person empfindet jede neue Veränderung als großen Fortschritt und denkt ein wenig, mit der nächsten Idee die ihm kommt, kann er die Welt revolutioniren.

 Der Phasen-Denker:
Für ihn sind die zeitlichen/historischen Phasen abgeschlossene Prozesse. Es ähnelt im Groben sehr dem Trend-Decker, doch bei ihm können sich die einzelne “Trends” nicht überschneiden, was beim Trend-Denker jedoch passieren kann. Der Phasendenker reiht die Phasen aneinander auf, so dass alle Phasen zusammen ein riesiges Konstrukt ergeben.

Der Digital-Denker:
Er legt sehr viel Wert auf die neuen Entwicklungen und setzt sich mit neuen Trends auseinander. Er probiert alles aus und interessiert sich für neueste Veränderung. Bei diesem Denker geht es auch viel um technische Prozesse, und in wie weit das Projekt realisierbar ist. Des Weiteren versucht diese Personen, jedem neuen Projekt einen kreativen Ansatzpunkt zu verleihen.

Der Situations-Denker:
In meinen Augen der wichtigste und zu der jetzigen Zeit fortschrittlichste Denktyp. Dieser Denktyp kann die Situation genau einschätzen udn weiß einfach was verlangt wird. Er kennt sich in den unterschiedlichen Bereichen aus, sei es Digital/Online, Klassik, seien es die Unterschiedlichen Phasen oder Trends. Er kapselt sich nicht vor neuen Veränderungen ab, sondern öffnet sich für sie und versucht sich damit auseinanderzusetzen. Der große Vorteil, den er hat liegt darin, dass er die andern, die nur klassisch denken wesentlich mehr beeinflussen kann, da er mit ihnen diese Zeit beeinflusst hat.
 

Ihr könnt Euch wahrscheinlich schon denken, welchen Denktyp  ich favorisieren würde, aber dazu gleich mehr.
Momentan sehe ich mich nicht beim Trend-Denker, sondern eher beim Digital-Denker. natürlich teste ich neue “Trends”, aber ich bilder mir meine eigene Meinung und versuche, den richtigen Weg für mich zu finden. Ich sehe mich beim Digital-Denker deswegen, weil ich in dieser Zeit groß geworden bin und mir eigentlich nichts anderes übrig blieb. ich arbeite mich jetzt in die Materie ein, da auch ich irgendwann mal dieser Situations-Denker sein möchte. Diesen Status kann ich in meinen Augen zum jetzigen Zeitpunkt kaum erreichen, da mir die Jahre und die Erfahrungen fehlen. Aber das ist das schöne wenn man jung ist, man kann noch lernen. Aber nur wenn man lernbereit ist, kann man auch in Situationen denken. Daher versuche ich mir natürlich aus der Klassik einen Grundbaustein aufzubauen, der in meinen Augen sehr wichtig ist, doch trotzdem versuche ich mich auf meine Vorzüge zu spezialisieren.
Ich sehe es oft an den Personen, die ich auf verschiedenen Veranstaltungen treffe. Es gibt manche, die sind einfach offen und interessieren sich auch für neue Trends und Techniken, aber es gibt auch andere, die möchten einfach in Ruhe gelassen werden, da ihnen das, was sie bis jetzt erreicht haben einfach reicht.
Jeder soll das machen was er für richtig hält.

 

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
---
Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *