Twitter Bird
6 Dollar und das ist nun wirklich kein Spaß. Manch einer wird da meinen, da muss der Designer doch bekloppt sein, dass er den für 6 Dollar gemacht hat, aber die Geschichte ist halt ein bißchen anders. Denn als er diesen Vogel gestaltet hat, konnte er gar nicht davon ausgehen, dass es einmal ein äußerst bekanntes Vögelchen werden würde.
Aber nun mal kurz zurück gespuhlt.
Wie viele andere, haben sich auch die Leute von Twitter dem Crowdsourcing bedient. Denken zumindest viele.
Wenn man es intellektuell erklären möchte, könnte man es so beschreiben.
Crowdsourcing ist die Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Und genau das haben sie sich vielleicht auch bei Twitter gedacht. Warum viel Geld für ein Logo ausgeben, das dazu noch für ein Unternehmen ist, bei dem man gar nicht weiß was daraus wird. Wahrscheinlich hatte man auch keinen Bekannten, der das mal kurz, wie mein Papa in “Word” hätte machen können ![]()
Daher hat man sich wahrscheinlich gesagt, schaue ich mal, was bei den Jungs da draußen so rumkommt. Viele Designer im web haben sich darüber aufgeregt, da zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass es keine Entlohnung und auch keine Beteiligungen an den Gewinnen geben würde. Aber auf der anderen Seite kann man halt auch sagen, dass habt ihr ja vorher gewusst. Trotzdem gab es viele Vorschläge und ein Vorschlag hat es ja auch auf die Startseite von Twitter geschafft.
Aber wie ihr vielleicht schon vermutet habt, war dieses Crowdsourcing nur ein Gerücht und das Twitter Icon ist auf eine ganz andere Art und Weise entstanden. Es ist ein einfaches Stock photo von istock photo.
Der Glückliche, oder vielleicht auch Unglückliche, der damals dieses Vögelchen gestaltet hat heisst Simon Oxley. Simon Oxley kommt aus Japan und ich habe auch seine Internet Seite gefunden.
idokungfoo heisst sie und zeigt einige seiner Arbeiten.
Und wie sollte es anders sein, hat er natürlich auch eines seiner Interviews verlinkt.
Simon Oxley
Und warum das Twitter Bildchen nur 6 Dollar kostete, dürfte damit ja auch klar sein. Denn das war der Preis, den Simon Oxley in seinem istock Account für dieses Bild angegeben hat. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Geld recht schnell bezahlt wurde ![]()
Technorati Claim Token: 6UHADJUVWA2V


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Sehe da gar keinen Diskussionsbedarf, so wie Du es beschreibst. Der Designer hat keine Auftragsarbeit erledigt, sondern ein Motiv für einen selbst festgelegten Preis verkauft. Es hätte auch nie verkauft werden können, dann wären ihm auch noch die 6 Dollar durch die Lappen gegangen. #grins – und so, wie es jetzt ist, hat er eine super Referenz, die er ja auch nutzen kann und sollte. Frag ihn doch mal, ob er dadurch neue Aufträge generiert hat.
Ich sehe da eigentlich ich keinen Diskussionsbedarf, aber du kennst ja mit Sicherheit die Mentalität vieler Menschen. Es gibt halt Leute, die tönen erst einmal groß rum, bevor sie richtig lesen und recherchieren. In dem Fall war es wahrscheinlich genauso
Also Menschen, die Vorgänge nicht richtig erfassen können (oder wollen) und dann nur nach ihrem eigenen Filter und nicht faktisch wiedergeben, machen mich wahnsinnig. Passiert oft genug auf twitter und anderswo. Auf diese Menschen möchte ich eigentlich nicht eingehen, wenn ich nicht muss und nur, wenn ich damit unmittelbar konfrontiert werde. Ist für mich auch nicht als Begründung zu sehen (“Mentaliltät”).
André, danke nochmal für diesen Artikel, sehr #lesenswert, wenn man ihn “richtig” durchliest.
Vielleicht sollte ich es nächstes mal einfach einfacher erklären
Danke Dir