Personal Branding und wenn die Welt deinen Namen trägt

By | 9. Dezember 2009

Klaus Eck hat es schon vor einiger Zeit in einem Blog Beitrag beschrieben, das Personal Branding. Doch wie sieht es eigentlich mit der Wahrnehmung aus, wenn man sich erst einmal einen gewissen Bekanntheitsgrad geschaffen hat? Man sollte sich natürlich vorher überlegen, unter welchem Namen man sich im web branden möchte. Denn nehme ich mal mich als Beispiel, dann kennen mich wenige im Netz unter meinem normalen Familiennamen, sondern eher unter Logolook. Bei anderen Leuten wie zum Beispiel einen Sascha Lobo, Robert Basic und Co ist das natürlich was anderes. Denn sie sind es, die vielmehr mit ihrem Namen hinter einer Sache stehen und dadurch natürlich eine wesentlich höhere Bekanntheit erwerben.
Wie man sich, wenn man sich branden möchte, verhalten soll und auf welche Art man agieren soll, konnte man schon schön beim PR Blogger nachlesen. Doch wie sieht es eigentlich mit der visuellen Wahrnehmung aus. Immer mehr Leute fragen mich, ob ich ihnen nicht auch ein Logo entwickeln kann! Sei es für ihre Visitenkarte, oder sogar für ihr Xing Profil oder ihre Internetseite. Ich persönlich habe mir noch kein Logo für meinen Namen überlegt, beziehungsweise entwickelt. Das mag an mangelnder Bekanntheit liegen oder einfach nur den Grund haben, weil ich wirklich nicht weiß, was dieses Logo aussagen sollte. Und damit wäre auch bei einem der wichtigsten Punkte, denn jedoch leider die meisten Leute vernachlässigen.
Auf die Frage, “Was soll dein Logo denn über dich aussagen?” sagen die meisten, “Wie aussagen? Es soll cool aussehen!”. Nicht nur, das “Cool” an sich ja auch wieder definiert werden müsste, frage ich dann häufig “Was sollen die Leute denn über dich denken, wenn sie dein Logo sehen?”
Die Antwort ist einfach und es gibt bei den meisten Antworten nicht viele Unterschiede. Meistens heisst es “Da hab ich mir noch nicht so viele Gedanken drüber macht!” Wenn sich jemand aber schon Gedanken gemacht hat, dann kommt es häufiger vor, dass Adjektive wie “seriös, fortschrittlich” etc fallen. Natürlich ist es gut, dass man sich schon gewisse Überlegungen gemacht hat, doch sind das zwei Begriffe, die fast auf jedes Logo passen.
Ein Logo soll individuell sein, so individuell wie die Person, das Unternehmen, das sich dahinter verbirgt.In der Karrierebibel konnte man zu diesem Thema auch schon einige interessante Artikel lesen, die sich mit dem Thema des eigenen Online-Rufes beziehungsweise Image beschäftigten.
Es kommt immer vor, dass man sich von der Masse abheben muss. Dazu zählt natürlich, dass man vorrangig gute Arbeiten machen muss, aber das man dazu auch selber weiß wer man eigentlich ist.
Daher mein Tipp:
Wenn Ihr / Du wirklich überlegen solltet, Euch ein eigenes Logo, das heisst, für Eure Person machen zu lassen, dann seid Euch im klaren darüber, was es eigentlich aussagen soll. Bist du eher der engagierte sportliche Typ, oder doch mehr ausgeflippt und kreativ? Es sind wichtige Fragen, die an sich vorher stellen sollte. Denn wer will schon als ausgeflippter Vogel gelten, nur weil sein Logo danach schreit?
Ihr könnt davon ausgehen, dass Leute wie Tommy Hilfiger, Hugo Boss und Co sich auch einige Gedanken gemacht haben, als es darum ging, wie denn ihr Logo aussehen soll. Denn auch sie benutzen ihren Namen für ihr Logo. Zwar steht der Name für ein Unternehmen, doch ist der persönliche Bezug natürlich immer noch gegeben.
Es ist wie mit einer Corporate Identity eines Unternehmens, doch der Unterschied ist, dass du selber bestimmst, wie deine eigene CI aussieht. Denn man muss es sich bewusst machen. Vielleicht ist es irgendwann ja wirklich einmal so wie bei den besagten Herren Hilfiger, Boss und Co, dass irgendjemand mal dein Logo oder deinen Namen nimmt und es auf ein T-Shirt druckt. Spätestens dann sollte gewährleistet sein, dass dein Logo das über dich aussagt, wie du dich siehst und wahrgenommen werden möchtest.
Denn wenn die Welt deinen Namen trägt, bist du es der bestimmt, wie er wahrgenommen wird.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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