Die Markenwelt will Facebook, aber will Facebook auch die Markenwelt?

By | 29. Januar 2010

Das Social Networks und Social Media auch bei den großen und wichtigen Marken angekommen ist, das Wissen wir nicht erst seid gestern. So hat beispielsweise der Internetdienst The Big Money 2009 ein Ranking der 50 Marken zusammengesellt, die das soziale Netzwerk Facebook am effektivsten nutzen. Darunter: zwölf Foodservice-Player. Auf den vordersten Plätzen landeten mit Coca-Cola, Starbucks und Disney drei in der Branche wohlbekannte Namen. Gemacht wurde die Studie schon im April 2009 glaube ich. Hier der Link. Kriterien für die Bewertung des Facebook-Auftritts waren unter anderem die Anzahl der auf der Seite registrierten ‘Fans’ (mindestens 200.000), die Regelmäßigkeit von Updates, das Engagement der Fans, wie schnell die Zahl der Fans gewachsen ist und wie kreativ die Unternehmen ihre Präsenz in den Online-Netzwerk nutzen.
Anhand dieser großen Beispiele und wirklich tollen Marken sieht man, dass Facebook eine enorme Macht und Power für Marken entwickeln kann. Dabei will ich nicht sagen, dass es für kleinere Marken nicht möglich ist, sich ein Netzwerk über Social Networks aufzubauen, sondern dass damit auch eine Menge Arbeit verbunden ist. Bei Marken wie Coca Cola brauchte das Unternehmen selber kaum einen Finger krumm machen, da die User es waren, die den Content generiert haben und die Informationen weiter verbreitet haben. Doch was immer mehr auffällt ist doch, dass es mittlerweile von vielen Marken Profile im Netz gibt, sich bei diesen aber leider kaum etwas tut. Hierfür sollte man sich einfach noch einmal vor Augen führen, was der Sinn eigentlich hinter diesen Netzwerken, sei es Facebook oder Twitter und Co, ist.
Teilweise habe ich das Gefühl, dass diese Kanäle nicht als Dialog Möglichkeiten gesehen werden, sondern lediglich als Push Kanal dienen. Nachrichten werden veröffentlicht, aber der Dialog wird leider nicht gesucht. Auf Antworten wird nicht geantwortet und die User wenden der Gruppe wieder den Rücken zu.
Natürlich hat mich die zu diesem Beitrag auch die Nachricht inspiriert, die es vor kurzem bei Horizont gab. Natürlich ein wichtiger Schritt, den man machen möchte. Und wenn man mal genauer hinschaut sieht man auch, dass es bei Marken wie Pringles eine große Fangemeinde gibt. Doch stelle ich mir die Frage, ob man sich wirklich bewusst darüber ist, was das an Arbeit bedeutet. Denn auf einmal kommuniziere ich ja nicht mehr nur für eine Person, sondern gleich für eine Marke, wenn nicht sogar für ein Unternehmen.
Vor allem muss man sich immer im klaren darüber sein, mit wem man es eigentlich zu tun hat.
Die Ergebnisse sind dabei in vielerlei Hinsicht interessant: So nutzen bereits 60% der größten deutschen Marken aktiv Social Media-Kanäle, dabei bespielen aber nur 5% alle betrachteten Kanäle (Corporate Blogs, Facebook, Twitter und YouTube). Quelle: Massklusive
Anhand dieser Zahlen zeigt es sich ja schon recht extrem, dass die Funktion dieser Kanäle einige noch vor große Fragezeichen stellt.
Das große Problem ist und bleibt in meinen Augen einfach  die Manpower, die einem zur Verfügung gestellt werden muss. Social Networks dienen der Kommunikation, und Kommunikation setzt Arbeit und auch Gehirnschmalz voraus. Es muss Leute geben, die das gerne machen und sich auch in diesen Räumen bewegen wollen.

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Chili Con Charme

Klaus Eck PR Blogger

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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