Die Welt ist eine Google und der Weg ist das Ziel

By | 24. Februar 2010

Schon einmal versucht jemanden Google zu erklären, ohne das Wort suchen zu verwenden? Bestimmt nicht, wäre man ja auch eigentlich doof, wenn man sich die Mühe machen würde, wo man es doch eigentlich so schön beschreiben kann. Eigentlich.  Denn Definitionen gibt es glaube ich viele, man muss nur die richtige nutzen. Vor allem die richtige Definition für die Leute, mit denen man sich unterhält. Daher habe ich es wirklich mal versucht, wie man Google eigentlich ohne den Begriff “suchen” erklären könnte. Denn in meinen Augen spielt das “Suchen” zwar eine wichtige Rolle, doch gibt es da noch wesentlich mehr, was man berücksichtigen muss / sollte. Und wie kann ich Leuten Google erklären, die sich mal überhaupt gar nicht mit dem Internet beschäftigen? Kann sich jeder sofort etwas unter einer Suchmaschine vorstellen? Ich denke Nein. Das merkt man spätestens wenn man ihnen sagen muss, dass Google einen Algorithmus verwendet! Eines was? Und genau da sind wir an dem Punkt, an dem viele nicht mehr weiter wissen. Und genau deshalb nun mal ganz ohne “Suchen” und ohne die Worte, die wir sonst in unzähligen Präsentationen vor den Kopf geworfen bekommen.

In gewisser Weise sind wir nämlich alle gleich! Intuitiv setzen wir uns Tag für Tag irgendwelche Ziele. Sei es beim aufstehen, wo wir uns das Ziel setzen, bloß die richtigen Socken im Schrank zu finden, oder beim Frühstück, wo wir das Ei absolut perfekt zubereiten möchten. Wir haben uns alle ein Ziel gesetzt, dass wir in dem Moment erreichen wollen. Und genau das ist auch etwas was Google tut. Das interessante dabei ist jedoch, dass Google nicht nur sich ein Ziel setzt, sondern auch für uns Ziele definiert. Wie bereits erwähnt, möchte ich einen Begriff hier nicht verwenden, auch wenn ich ihn gerade gut gebrauchen könnte. Schon oft habe ich das Gefühl bekommen, dass Leute denken, Google sei das Internet. Funktioniert Google einmal nicht, dann ist für diese Leute das Internet kaputt. Aber nicht, weil sie etwas nicht finden, sondern weil sie ihre gesetzten Ziele nicht erreichen. Sie sind mit einer Absicht an ihren Rechner gegangen. Und genaue diese Absicht, können sie nun nicht weiter fortführen. Die Kette wurde unterbrochen. Und was machen wir, wenn eine Kette unterbrochen ist? Wir knüpfen sie wieder zusammen, oder gehen einen Umweg. Und genau das tut auch Google bei den Aktionen, die sie für uns durchführen. Denn wie oft findet man schon den direkten Weg zu seinem Ziel? Auch Google ist nicht Allwissend, versucht aber, uns am schnellsten zu unserem Ziel zu bringen. Man hat das Gefühl, dass sich sobald man in diesem Netz ist, alles um diese Google dreht. Aber was ist diese Google. Ist es ein Rechner, ein Programm, ein Unternehmen, eine Applikation, eine Absicht, eine Funktion oder was auch immer. Ich glaube, Google ist für jeden etwas anderes. Für den einen ist es ein Werkzeug, das einen am schnellsten zum Ziel führt, für den anderen ist es ein Hilfsmittel, dass ihm eine neue Form der Kommunikation ermöglicht. Ich denke, jeder nutzt dieses Google auf eine andere Art und Weise und genau deshalb, sollte man es nicht immer nur mit diesem einen Begriff beschreiben.
Leute haben Angst vor diesem Google, weil man nicht weiß, wie weit es noch gehen wird. Sie filmen unsere Häuser, finden unsere Namen und packen uns in irgendwelche Listen auf die ersten Seiten dieses Internets. Wer weiß was noch kommt!
Was ich aber bestimmt sagen kann ist, dass wir mit Sicherheit nicht aufhören werden uns irgendwelche Ziele zu setzen. Ob wir diese nun mit Google erreichen oder nicht, dass weiß wahrscheinlich keiner, aber die Wahrscheinlichkeit, dass wir dieses Google im Internet nutzen werden, ist sehr wahrscheinlich.

Denn die Welt ist eine Google und wer suchet der findet ;)

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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