Ich habe wirklich nicht schlecht geguckt, als ich gestern die Tagesschau geguckt habe und auf einmal von Google Buzz berichtet wurde. Tut sich da etwas was in der Medienlandschaft? Wird nicht erst ein halbes Jahr gewartet, ob es denn nun wirklich etwas neues ist? So war bisher mein Gefühl. Erst einmal abwarten und dann gucken wir man was draus wird! Doch was ist eigentlich Buzz und lohnt es sich, diesen Dienst zu nutzen? Ich sage Ja unter bestimmten Vorraussetzungen.
Zunächst sei erwähnt, dass derjenige, der Buzz nutzen möchte, auf jeden Fall ein Googlemail Account benötigt. Denn gerade in diesem hat Google rumgeschraubt und ein paar Änderungen vorgenommen. Doch kommen wir zu Buzz. Bei Google Buzz bekommst du die Möglichkeit einen Feed zu erstellen und diesen direkt mit den Kontakten aus dem Adressbuch auszutauschen. Das heißt, deine Adressbuch Kontakte werden in diesem Fall mal eben als Buzzfreunde umfunktioniert. Du kannst dich entscheiden, ob deine Nachrichten privat oder öffentlich sein sollen. Meiner Meinung nach gut gelöst, denn für mich ist es eine essenzielle Funktion, die auf keinen Fall fehlen dürfte, aber tut sie ja auch nicht.
Pfiffig wie Google nun einmal ist, lässt sich ein Buzz natürlich nicht nur in Gmail teilen, sondern gleichzeitig auch mit den anderen Google Diensten verknüpfen. Du kann dabei YouTube-Videos, Bilder von Picasa, Kurznachrichten von Twitter oder einfach Feeds aus deinem Google Feed Reader einbinden und gleich mit buzzen.
Wenn man das so hört, könnte man schon denken, dass Google Buzz eine Konkurrenz zu Twitter und Facebook werden sollte, doch in meinen Augen denke ich das weniger. Ich denke man weiß, dass man Diensten wie Twitter und Facebook nicht mehr den Rang ablaufen kann. In ihren Funktionen und Eigenschaften haben sie sich etabliert und sind essenziell wichtig geworden für einige User und Anwender. Ich denke, man versucht bei Google einen anderen wichtigen Schritt zu machen. Zwar weiß man, dass Google sich in den letzten Jahren immer schwer getan hat, wenn es um Kommunikation ging. Schließlich ist und bleibt Google der Suchmaschinengigant. Sprich, wenn Leute an Google denken, dann denken sie nicht an einen Kommunikationsdienst, sondern an eine Suchmaschine. Denn Leuten zu erklären, dass es nun auch noch ein Kommunikationstool ist ist dabei gar nicht so einfach.
Aber interessant ist doch der folgenden Aspekt.
Stört es Euch nicht, dass ihr mittlerweile unzählige Passwörter von unterschiedlichen Anbietern habt? Bei dem einen sind es 5, bei dem anderen vielleicht 10-20 oder noch mehr. Was Google in meinen Augen mittlerweile versucht ist, dass man einfach alles abdecken möchte und den Usern dadurch ein Stück weit entgegen kommt. Denn wenn man mal ehrlich ist, bietet Google doch schon so ziemlich alles, was man eigentlich braucht. Ich kann Docs einstellen, Bilderalben erstellen, Videos hochladen, Blogpost verfassen, Termine organisieren und und und. Nur dieses Kommunikationstool fehlt in meinen Augen noch, denn Orkut ist für mich nicht die Rede wert.
Und wo Buzz hingehen wird, dann kann man doch schon wirklich schon in der Mobile Version sehen. Hier hat man meiner Meinung nach einen guten Mittelweg zwischen bereits bestehenden Diensten, wie Google Maps und Google Buzz gefunden.
Sobald du dich einmal in Buzz eingeloggst und dann eine Kurznachricht verfasst hast, erscheint in Google Maps eine kleine Sprechblase mit dem Inhalt. Zudem werden die Buzz-Mitteilungen anderen Usern angezeigt, die sich in der Nähe befinden. Das in Ballungsgebieten das wahrscheinlich schnell zu Informationsüberflutung kommen kann ist glaube ich vorprogrammiert, doch ist es doch wirklich spannend, wie schnell sich das ausweiten lassen kann. Die Möglichkeiten sind hier glaube ich unbeschränkbar. Egal ob als Stauwarnung oder kurzen Informationsverbreitung.
Ich könnte doch sogar theoretisch Leute einladen, die sich im Umkreis von 2 Kilometern von mir befinden. Denn das schöne ist doch, nur diese Leute sehen gerade in dem Augenblick meine Nachricht.
Ich glaube, da lassen sich wirklich schöne Ideen stricken mit denen man so einiges anstellen kann.
Ich glaube man darf wirklich gespannt sein, wie sich dieses Tool noch in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickelt. Aber ich kann wirklich jedem empfehlen, sich einmal mal einen Account anzulegen und Buzz mal zu testen. Die üblichen verdächtigen warn natürlich schon wieder sehr fleißig und haben ordentlich gebuzzt. Ich sage nur @saschalobo und @kosmar


























