Eine kleine Stippvisite – Auf dem Pad serviert

By | 20. Mai 2010

iPad Apple

iPad Apple

Erinnert ihr euch noch an die Leute, die sich sogar nachts vor die Apple Stores gesetzt haben, um diese Silber Tabletts dort abzuholen? Der Buzz war gigantisch und alle packten sie ihre Unboxing Videos ins Netz. Es wurde weniger, gar keine Frage, doch in gut 8 Tagen geht es vielleicht schon wieder von vorne los. Zwar werden die Leute wohl nicht vor den Läden sitze und darauf warten (oder vielleicht doch der eine oder andere), aber es wird genügend geben, die sich das Gerät kaufen werden. Ehrlich gesagt, spiele ich auch mit dem Gedanken, aber bisher kann ich ihn immer wieder abwenden und mich davon überzeugen lassen, dass ich es doch nicht brauch.

Aber interessant ist auch der Wandel, der sich aufgrund dieses neuartigen Serviertabletts in den Unternehmen verbreitet. Kunden erscheinen nicht mehr mit Blöcken in den Konfis, nein sie nehmen ein iPad. Unternehmen entwickeln Applikationen schon Tage vorher, bevor sie eigentlich genutzt werden können! Was ist denn da los? Sonst kommt doch immer alles auf den letzten Drücker!

Mit vorne dabei ist unter anderem auch Mercedes, die das Gerät sogar zwischen ihre Oldtimer im Museum stellen werden. Vom Silber passt es auf jeden Fall und angeblich auch von der Haptik. Das Gerät hat einen gewissen Reiz, der nach Aussagen einiger Besitzer jedoch erst entfacht wird, wenn man es das erste mal in den Händen hält. In den Händen hatte ich es schon, reizen tut es mich auch, aber gekauft habe ich es trotzdem noch nicht. Und so bietet Mercedes ihre Apps für das iPad sogar kostenlos an. Die iPhone Apps wurden optimiert und nun noch einmal neu für das iPad aufbereitet. Aber kommt damit nur eine einfache neue App von einem großen Unternehmen, oder ist es vielleicht auch eine neue Denkweise, die sich da gerade entwickelt. Ich denke letzteres. Und dabei ist nicht nur spannend, dass sich Unternehmen zum Teil viel schneller auf neue Dinge einlassen, sondern sie agieren in meinen Augen wesentlich dynamischer.

“Aufgrund unserer überaus positiven Erfahrungen mit iPhone Applikationen sehen wir auch das iPad als einen festen Bestandteil unserer Online-Kommunikation. Daher war es uns wichtig, den Usern des iPads von Beginn an ein substantielles Angebot rund um unsere Marke zu bieten”, sagt Anders Sundt Jensen, Leiter Markenkommunikation Mercedes-Benz Cars.

Zu Beginn dieser Internet Szenerie wartete man erst noch einmal ab und schaute, was denn eigentlich die Konkurrenz so anstellte. Man freute sich über Fehler, baute sie in seine Präsentationen ein und stellte sie wieder seinen Kunden vor. Nun muss man sich im klaren darüber sein, dass man diese Fehler zwar nicht begehen sollte, aber das Risiko eingehen muss, sie zu begehen, wenn man vorne dabei sein will. Das web ist schnell, vergisst auch wenig, aber an einigen Beispielen kann man sehen, dass es auf jeden Fall verzeiht. Fehler sind menschlich und natürlich und das web lebt durch uns Menschen.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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