Google, der minimalistische Alleskönner – Doch was kommt nun

By | 9. Mai 2010

Irgendwie scheint es so, als würde sich Google so ganz still und heimlich immer weiter von ihrer bisherigen Positionierung wegbewegen und versuchen sich neue Türen zu öffnen! Aber warum das ganze und was passiert da eigentlich genau? Ein kleiner Erklärungsversuch meinerseits.
Seid diverser Zeit verfolge ich nun schon den Google watchblog und muss sagen, dass ich wirklich fasziniert darüber bin, mit welcher Geschwindigkeit Google mit neuen Produkten auf den Markt schießt. Doch dabei ist vermehrt zu sehen, dass es hier weniger um das Suchen an sich geht, sondern man seine Prioritäten neu setzt. Während man vor langer Zeit noch darauf aus war, Suchalgorithmen usw zu verbessern, was nicht heisst, dass man es jetzt nicht mehr macht, begegnen einem nun immer mehr so genannte “soziale” Apps und Gadgets. Buzz und Wave mögen wohl die bekanntesten Beispiele sein, auch wenn man zu letzt nicht mehr viel davon gehört hat. Wobei ich persönlich sagen muss, dass Wave in meinen Augen immer noch ein klasse Dienst ist, denn gerade wenn es um Ideenfindungsphasen geht, mit anderen sehr sehr gerne nutze.
Die letzte Veränderung war meiner Meinung nach wieder ein großer Schritt den Google da gemacht hat. Mit der Umstellung der Suche hat man sich nämlich in meinen Augen wieder ein Stück mehr in die Richtung Kommunikation begeben.

Google Suche

Google Suche

Für den einen oder anderen mag die Veränderung gar nicht so groß und wichtig sein, aber ich glaube, es ändert schon im großen und Ganzen das Such und Nutzerverhalten auf der Seite. Achtet alleine mal nur auf euren Blickverlauf. führte dieser zuvor wahrscheinlich direkt auf die Suchergebnisse, würde ich behaupten, dass Euch nun bestimmt auch noch auf der linken Seite etwas ins Auge fällt. Schon die Umpositionierung des Logos vor einiger Zeit, (nun direkt neben dem Suchfeld, davor darüber) ist Marketing technisch in meinen Augen ein kluger Schachtzug. Denn wer sich schon einmal mit Blickverläufen beschäftigt hat wird eventuell wissen, dass ein sehr typischer Verlauf der so genannte Z-Blickverlauf ist.
Wenn man sich nun einmal die Aufteilung der Google Suche anguckt, wird man merken, dass der Blick zunächst einmal auf das Logo fällt, dann auf das Suchfeld und wo wandert er dann hin?
Zumindest ich blicke als nächstes auf die neuen Auswahlmöglichkeiten auf der linken Seite. Es kann durchaus bei jedem anders sein, aber es ist mein persönliches empfinden.
In meinen Augen ist es daher klug, es so anzuordnen, das das Suchverhalten dadurch ein ganz anderes ist. Denn nun treffe ich die Ausahl meiner Ergebnisse noch wesentlich genauer.
Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Tabs zuvor fast gar nicht benutzt wurden und man sie deshalb nun dort angeordnet hat.

Doch was kommt eigentlich als nächstes. Ich persönlich wäre nun für die Einbindung von dynamischen Widgets. Wie das aussehen soll? In meinen Augen ganz einfach. Google ist für mich eine der meisten genutzten Seiten, die für jede Research Aufgabe an erster Stelle steht. Was mir persönlich jedoch fehlt ist die Möglichkeit, Kommunikationsdienste wie Twitter auf der Seite einzubinden. Dadurch sind ständig zwei oder mehrere Tabs geöffnet und ich muss bei der Suche hin und her springen. In meinen Augen könnte man unter dem Logo doch ein Feld integrieren, in dem man seine Wunschdienste hinzufügen kann. Beispielsweise einen Twitter Feed. Dies könnte folglich auch gut mit der Echtzeitsuche kombiniert werden.
Der Vorteil für mich liegt dann auch darin, dass ich gefundene Ergebnisse wesentlich schneller sharen kann und auch noch beim Suchen in Kommunikationen einsteigen kann.

Aber es ist nur mal so eine Idee, eigentlich wollte ich nur mal loswerden, dass ich wirklich echt gut finde, was die Innovationsabteilung bei Google so auf die Beine stellt. Wirkich Hut ab ….

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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