Phänomen Kirmes – Was Kirmes und der Lipstick Factor gemeinsam haben

By | 20. Juli 2010

RheinkirmesSteak, 4,50 Euro
Bratwurst, 3,80 Euro
Riesenrad, 5 Euro
Bayernrutsche, 2 Euro
JA DANN MACH ES DOCH NICHT, mag so manch einer nun wieder sagen! Hab ich ja auch nicht, bin nur Autoscooter gefahren und das dazu mit einem City Deal. Aber trotzdem sind solche Veranstaltungen ein echtes Phänomen. Kaum ist das Ding offen, schon jubeln die Leute und treiben ihre ganze Familie über die Kirmes. Kinder werden ins Karussell gesteckt und Mama und Papa gehen zu Füchsen oder lassen es sich bei Berens am Kai in der Alpenwelt schmecken.
Gefühlt sitzt das Geld nirgendwo so locker wie auf einer Kirmes.  Aber was macht den Reiz aus, so viel Geld für ein Fahrgeschäft auszugeben, dass sich mal eben 1,5 Minuten im Kreis dreht und wo mir wohlmöglich noch schlecht wird.
Ich denke, es hat eine Ähnlichkeit mit dem  “Lipstick Factor”
“Lipstick and other cosmetics may seem more like a want in a hard economic crisis. But the Lipstick Factor proves that makeup can brighten one’s day during a recession.” Quelle: NY Timesbeauty suite
Leute gönnen sich in solchen Zeiten halt einfach lieber die kleinen Dinge des Lebens. Genauso sieht es meistens auch bei den Umsätzen von Schokolade aus.
Und auf der Kirmes ist es glaube ich genau das gleiche. Leute gönnen sich mal richtig was, wenn man doch sieht, wie “schick” sich einige von ihnen machen. Einen Tag mal wieder Kind sein und sich mal richtig freuen.
Nachher ärgern sich dann wieder, dass sie doch so viel Geld für Fahrgeschäfte ausgegeben haben.
Und ist die Kirmes dann erst einmal zu Ende, kehrt ganz schnell das Alltagsleben wieder ein. Dann gibt es die Bratwurst nicht mehr für 3,80 Euro, sondern die Wurst wird entweder im Lidl, oder doch im Netto gekauft. Da wo sie halt billiger ist. Zumal bekommt man da für 2,99 Euro auch noch 9 Würstchen mehr als auf der Kirmes. Nur grillen muss man sie noch.

Ich selber fand es wieder mal köstlich und konnte einen richtigen Schnapper machen. Sozusagen mehr gespart als ausgegeben. Bei City Deal konnte man nämlich 15 Autoscooter fahrten kaufen ;)

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

One thought on “Phänomen Kirmes – Was Kirmes und der Lipstick Factor gemeinsam haben

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