VW, MTV und Dieter App

By | 23. September 2010

Quelle: Horizont
Die Markteinführung  des neuen Polo von VW wird ja wohl so ziemlich jeder hier mitbekommen haben. Erstmals verzichtete man gänzlich auf die klassische Werbung und holte seine Kundschaft da ab, wo sie sich eh den ganzen Tag aufhält!
Gefühlt ist es bei den 14-29 Jährigen vielleicht der ganze Tag, aber eine neue Studie von VW und MTV in Auftrag gegeben kommt zu neuen Erkenntnissen. Im Mittelpunkt steht dabei die Zielgruppe der 14-29 jährigen.
Ich persönlich halte diese Zielgruppe für eine zu breit gefächerte Auswahl, da das Verhalten und auch der Forschritt in der Entwicklung sehr stark auseinander weicht. Denn einerseits spreche ich in dieser ZG mit Schulabgängern und andererseits mit Leuten, die gerade ihre ersten Berufsjahre gesammelt haben.
Doch was alle auf jeden Fall gemeinsam haben ist der Punkt, dass sie alle gerne ein Auto hätten. Und dabei kommt es vielen nicht nur noch darauf an, dass es sie von A nach B befördert, sondern die Autos müssen wesentlich mehr Features haben. Bei den 26000 Befragten, die im Durchschnitt rund 2 Stunden im Netz verbringen, ich dachte ja, es wäre wesentlich mehr, zählen heutzutage auch noch weitaus andere Dinge.
Einer der wichtigsten Gründe und vermutlich auch Beweggrund dazu, die Studie mit MTV aufzubereiten ist die Musik. Bei vielen Kampagnen kann man mittlerweile sehen, dass man sich Musiker zu Seite holt, die als Zugpferd benutzt werden. Doch dabei geht es primär nicht nur um die Kampagnen, sondern auch die Freude am fahren wird durch Musik zusätzlich verstärkt. Neue Entwicklungen, die nur die Lieblingsmusik spielt sollen und werden kommen.
Auch für diejenigen, die ungerne alleine fahren, aber bei denen keiner mitfahren will sollen Gesellschaft bekommen. Dieter App gibt Fahrempfehlungen, Veranstaltungstipps, navigiert und kommuniziert. Und das schöne, er meckert nicht über deinen Fahrstil.
Aber das große Problem bei der ganzen Sachen!
Wer zahlt die Zeche?
Die ganzen Ausstattungsmerkmale sind ja wirklich schön und gut, aber natürlich kosten sie auch dementsprechend. Und ich persönlich denke, dass aus dieser ZG nur der geringste Teil Geld dazu hat, sich dieses Auto selber zu kaufen. Oma, Opa, Mama, Papa müssen hier vermutlich einspringen, und das Sparkonto plündern. Wenn dem so ist, kann man sich glücklich schätzen.
Die “Bezahler” werden aber so wie es mir scheint in dieser Studie vernachlässigt. Aber vielleicht gibt es bei der Aufrüstung ja auch noch eine Einparkhilfe, damit sich bestimmte Personen dann auch mal das Auto leihen können… :)

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

4 thoughts on “VW, MTV und Dieter App

  1. Verena

    Naja, die Frage ist allerdings, welche Rolle die “Bezahler” beim Autokauf überhaupt haben. Es gab mal eine ganz interessante Studie, in der die Bedeutung der Kinder auf den Autokauf untersucht wurde – und da war die Aussage sehr klar, dass die Entscheider in einem Haushalt die Kinder sind.

  2. Dirk

    Auch wenn ich die Studie mit durchgeführt habe, hier meine ganz private Meinung: Ich finde es gut, dass man sich auch mit den ZG auseinandersetzt, die vielleicht als Käufer nur selten infrage kommen. Bevor man über die Bezahler nachdenkt, die einmal bezahlen, sollte man über die Nutzer nachdenken, die das Auto jeden Tag fahren werden. Damit wir den Geldbeutel nicht so hart belasten müssen, haben wir natürlich auch mit Jugendlichen darüber gesprochen, worauf sie verzichten könnten. Mit solchen Einsparungen könnte man dann ggf. die neuen Features finanzieren. Aber unter uns gesagt, es gibt kaum etwas, worauf man verzichten möchte.

    Viele Grüße
    Dirk

  3. andreandre Post author

    Also ich muss persönlich sagen, dass ich den Wagen auch sofort nehmen würde :) Mir fehlt es nur leider an dem notwendigen Kleingeld! Aber was nicht ist, kann ja noch werden :)

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