Das Social Webwork

By | 8. Oktober 2010

Wir nennen es Arbeit, andere nennen es Langeweile und wiederum andere Zeitvertreib. Das Web steckt voll mit Ideen, unentdeckten Talenten und Persönlichkeiten, die dabei sind, sich ihre eigene Marke aufzubauen. Davon haben es einige schon geschafft, andere sind dabei und wiederum andere werden es nicht schaffen. Das liegt nicht daran, dass sie schlechter sind als andere, sondern das liegt daran, dass sie den Trend zu spät erkannt haben. Wie auch auf Produktebene brauchen wir, braucht man, kein me too Produkt. Leute wollen Unikate, sie wollen die hören, die was zu sagen haben. Und das am Besten aus erster Quelle und äußerst seriös.
Momentan reden sie alle über diesen jungen Typen, von dem man denken könnte, er hätte doch sein ganzes Berufsleben noch vor sich. Doch vermutlich hat er jetzt schon wesentlich mehr erlebt, als viele von uns je erleben werden und eigentlich braucht er auch nicht mehr arbeiten, denn Geld hat er mit Sicherheit genug. Networking, dass ist der Begriff, den er prägte!
Doch bin ich bei dem ganzen der Meinung, dass man vor das Netzwerken (networken), noch etwas anderes stellen sollte! Vermutlich ist webwork auch ein sehr weitreichender Begriff, den man für viele Dinge einsetzen könnte, doch zielt es eigentlich auf das ab, was dem networken vorangestellt sein muss. Denn ohne vorher meine Hausaufgaben erledigt zu haben, werde ich niemals dazu kommen, in das Stadium des Netzwerkens überzugehen. Zuckerberg entwickelte 2 Jahre vor Launch seines Produktes im stillen Kämmerlein mit seinen Kollegen irgendwelche Dummy’s. Es hat vermutlich niemand daran gedacht, eine der mächtigsten Plattformen des webs zu schaffen. Doch er erledigte vorher seine Hausaufgaben, bevor er anfing zu netzwerken!

Doch was heißt das für uns. Die, die nicht die Freiheiten wie ein Zuckerberg haben, da sie meistens irgendwo in festen Strukturen arbeiten und sich an gewisse Verhaltensrichtlinien binden müssen/dürfen. Die folgenden Punkte sind nicht in Stein gemeißelt und die meisten von Euch werden wesentlich mehr Erfahrung von Berufswegen her haben als ich. Aber vielleicht ist trotzdem was an den Punkten dran und richtig. Sie sind free to discuss und ich freue mich über Feedback.
Daher nun meine Thesen zu dem Thema,

“Was ist Webwork und warum kommt es vor dem Network?”

1. Ein Netzwerk oder Netzwerken an sich setzt einen Aufbau von Vertrauen und Glaubwürdigkeit voraus!
Das heißt, wenn ich mit der Absicht ins Web gehe und neue Kontakte zu Leuten knüpfen möchte, kann ich das nur tun, indem ich eine gewisse Vorarbeit leiste. Ich muss davon ausgehen, dass diese Leute mich bis dato nicht kennen, da ich sie ja schließlich kennen lernen möchte. Daher informiere dich vorab und zeige den Leuten einen Grund, warum sie auch dich kennen lernen sollten. In meinen Fragebögen stelle ich immer eine in meinen Augen wichtige Frage.

“Welche Eigenschaften schätzt du an anderen Usern, um mit ihnen eine virtuelle Vernetzung einzugehen?”

Die Antworten ähneln sich sehr stark. Natürlichkeit ist das a und o, und es ist das, was wirklich zählt.

2. Webwork ist keine klassische Arbeit, sondern es hilft einem dabei, seine Arbeitsprozesse zu beschleunigen. Es ist somit eher ein Tool, um Arbeit zu vereinfachen.
Natürlich lenkt es auch manchmal ab, wenn Facebook beispielsweise wieder neue Funktionen einführt. Doch es hilft dabei, neue Informationen zu generieren, die man so nicht erhalten würde. Im gleichen Sinne sollte man dem Netzwerk aber auch etwas zurück geben, was sich durch Informationen und Mehrwerte auszeichnet.

3. Streichen wir einfach Begriffe wie Media aus Social Media oder Networking aus Social Networking, wird sich nichts in der bisherigen Kommunikation verändern.
Denn wenn wir alle diese Sachen vergleichen, dann erkennen wir, dass sie alle eine Gemeinsamkeit haben. Das Social kommt immer vor und wird auch der Haupttreiber bleiben. Es wird bestimmt durch uns, also durch die, die die Inhalte generieren und bestimmen.
Wir sind das Soziale des Web und ohne uns würde und wird es nicht funktionieren.

Think Social und vergiss dabei dich selber nicht!

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

One thought on “Das Social Webwork

  1. Thomas

    Schöner Artikel,
    Tja das mit den Unikaten im Netz ist manchmal ja so eine Sache. Es sind genug Copy-Cats unterwegs, die gute Ideen einfach klauen. Daher ist es schwierig auch wirklich die guten Leute zu finden.

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