So wie hier, kannte man das Logo und den Auftritt von Sevenload bis dato. Wie man auch unschwer erkennen kann, spielte man bei diesem Logo mit Schatten, Farbverläufen und auch einem Glossy Effekt. Diese Effekte stellen einen bei dem Einsatz eines Logos auf unterschiedlichen Plattformen natürlich vor Probleme. Alleine wenn man es auf ein T-Shirt drucken wollen würde, ist man was das angeht schon etwas beschränkt. Nun hat man im Zuge der Neuausrichtung auch ein neues Logo gestaltet, von dem ich aber ehrlich gesagt noch nicht so wirklich sagen kann, was ich davon halten soll.
In dem Artikel von Jürgen Siebert auf dem Fontblog kann man schon einige Stimmen zu dem Logo lesen. Mike Schnoor, PR Sprecher bei Sevenload, hat ihm dazu einige Informationen zu kommen lassen. Die Stimmen aus den Kommentaren sind recht unterschiedlich und ich würde mal sagen “durchwachsen”

So spricht man bei Sevenload von modifizierten DIN-Buchstaben! Doch was sind eigentlich DIN Buchstaben?
Noch heute findet sich die DIN als Mittel- und Engschrift auf allen deutschen Verkehrs-, Orts-, und Hinweisschildern. 1936 wurde die Schrift für die Bereiche Technologie und Verkehr festgelegt. Sie sollte eine gute Lesbarkeit verkörpern und praktikabel sein. Wer mehr wissen möchte, der klickt hier. DIN Schriften werden mittlerweile auch gerne in der Werbung eingesetzt, da sie gerade im Straßenverkehr eine gute Lesbarkeit bieten. Gerade bei Plakaten ein Vorteil.
Doch wenn man sich das neue Sevenload Logo anschaut, dann stellt man fest, dass da so eine Kleinigkeit gar nicht reinpasst. Wie oben schon erwähnt, spricht man von “modifizierten” Buchstaben. Vermutlich meint man damit die Serifen, die man an die Buchstaben “geklebt” hat.
Buchstaben mit Serifen eignen sich vor allem bei Fließtext, da der Leser so flüssiger und schneller die Worte und Buchstaben aufnehmen kann. Sie sind sozusagen eine Hilfe für das Auge, um die Buchstaben besser zu verbinden.
Wenn ihr Euch mal Printmotive anschaut, kann man dabei häufig erkennen, dass die Headline in einer Schriftart ohne Serifen gesetzt wurde und die Bodycopy meistens mit Serifen gesetzt wird. Da Headlines meistens nicht so lang sind, verzichtet man hier auf eine Antiqua und benutzt eher eine Grotesk (Sans Serif = Ohne Serifen).
Nun hat man also in eine Schriftart, die eigentlich keine Serifen vorsieht, einige Serifen versteckt. Was man sich dabei gedacht hat weiß ich nicht, aber ich werde es mal erfragen. Auch beim Fontblog kann man dem Infotext seitens Mike Schnoor nichts entnehmen.
Alles in allem wirkt das Logo nun eventuell etwas seriöser und klassischer, doch frage ich mich, ob es dann wirklich noch Sevenload ist? In meiner Wahrnehmung verbinde ich mit Sevenload eher das erste und “alte” Logo. Es wirkt in meinen Augen etwas moderner und eher zu dem, was man von Sevenload so wahrnimmt.
Ich bin gespannt wie es den anderen gefällt und was ihr davon haltet. Sobald ich eine Antwort habe, werde ich sie nachreichen.


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[New Post] Redesign – Sevenload mit neuem Logo http://www.logolook.de/2010/10/redesign-…
Vielen Dank für die konstruktive und gute Kritik, Andre! Du hat den Ansatz des Logo-Redesigns grundsätzlich richtig verstanden: das Ziel war in der Tat, dass das neue Logo im Vergleich zum alten etwas seriöser und klassischer (dadurch vielleicht auch in typografischer Hinsicht weniger modern) wirken soll. Hintergrund ist der, dass es sich um ein Interims-Logo handelt mit dem Anliegen, eine Überleitung zu einem künftigen Corporate Design zu bilden. Nach verschiedenen Experimenten mit anderen statischen Serifenlosen (u.a. Univers Condensed, Unit, etc.) sind wir zum Schluß gekommen, dass wir für den Übergang die DIN behalten wollen, um eine größtmögliche Ähnlichkeit des Schriftbildes zu gewährleisten. Allerdings sollte sie im Detail eine andere, wenn möglich gediegenere Anmutung und einen Hauch von Dynamik erhalten, daher die leichte serifen-Anmutung im “a” und im “d”. Insbesondere das kleine “l” war auch zu ausladend. Auch der harte Abschluss bzw. Kante des statischen “d” zum runden Logo soll durch die Serife unten abgemildert werden und einen besseren Übergang zum Playbutton darstellen. Um die Laufweite des gesamten Logos zu begrenzen, haben wir sie auf 85% skaliert, da es leider keine condensed-Variante der DIN gibt (spätestens seit Mike Meiré´s Skalierungsversuchen kann man das durchaus mal in Erwägung ziehen).
Für Typophile und Fans der DIN natürlich alles ein No-Go und Tabubruch. Für den Übergang für sevenload und die künftige Firmenausrichtung allerdings genau richtig und in Bezug auf das bisherige Firmen-CD auch “moderner”.
Vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort.
Ich denke mal dass ihr ja auch primär aus Darstellungsgründen geändert habt!
Ich denke da mal nur so an IPTV!
Bekanntermaßene kann man ja so Glossy Effekte da recht schlecht darstellen.
Ich habe keinen Plan von Schriften o.ä., kann nur sagen, das neue Logo strahlt für mich wenig Fortschrittlichkeit aus. 08/15 mit langweiliger Schrift und nur eine Farbe. Zudem hat man diesen “flachen” Play-Button schon tausend mal gesehen. Nicht mein Fall, ist aber immer Geschmackssache.
Da teilst du die Meinung mit einigen!
)
Ich vermute ja, dass sie es nur gemacht haben, damit sie das Logo überall vernünftig darstellen können. Aber in meinen Augen wirkt es auch eher rückschrittlich! (Gibt es das Wort eigentlich
Das Icon auf der Seite ist aber noch das alte… FYI
Jedoch verstehe ich nicht, warum man im Punkto wieder erkennungswert nicht das “load” wieder schwarz gehalten hat?!
Stimmt, das ist ein weiterer Punkt, den ich auch nicht verstehe. Merkelwürdig