Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt

By | 16. November 2010

Hätte das vor 2 Jahren jemand zu mir gesagt, ja dann hätte ich ihn für doof erklärt. Ich wohnte bei meinen Eltern und konnte es mir ehrlich gesagt nicht wirklich gut vorstellen, jemals dort ausziehen. Dachbodenausbau, voll integrierte Waschmaschine und eine Küchenfee war auch dabei. Schön war die Zeit, gar keine Frage. Freunde, Familie, alle waren um einen herum versammelt. Doch als es dann irgendwann hieß “So Schule ist vorbei, nun geht es an das Geld verdienen”, da wurde einem schon ein wenig komisch! Vielleicht doch studieren und die nächsten 3 Jahre bei den Eltern sichern? Ich muss ehrlich sagen, ich hätte auch so dort weiter wohnen dürfen, gar keine Frage! Oder Papa ;) Aber irgendwie reizte es doch ein wenig, mal was anderes kennen zu lernen. Freundin kennen gelernt, die A1 und A46 zwischen Dortmund und Wuppertal auf und ab gefahren und die S8 von Wuppertal nach Düsseldorf wurden zum ständigen Begleiter. Ätzend. Im Sommer war es zu warm, im Winter war es zu kalt.
Umzug nach Düsseldorf stand an.
Und es stellte sich wieder diese Frage! “Kann ich mich hier auch so heimisch wie in Dortmund fühlen?” Man hatte sogar das Gefühl, dass selbst die Wohnungen in Düsseldorf anders sind. Für mich war es sehr ungewohnt, gar keine Frage und die ersten Wochen und Monate fielen mir und auch meiner Freundin richtig schwer. Komisches Gefühl, wenn man daheim “nur” noch zu Besuch ist. Zumindest denkt man das, auch wenn es gar nicht so ist. Jede Heimfahrt fühlt sich wie ein kleiner Umzug an, da man auf dem Weg zurück immer eine Vielzahl an Verpflegung mitnehmen darf. Dazu kommt dann noch eine kleine Finanzspritze für den Tank. Wunderbar. Und doch ist es anders.
“Zuhause” angekommen ist man in seinem Reich. Tasche hingestellt, Fernseher an, und nun? Du kannst rufen so viel du willst, in der Küche tut sich nichts. Und der Kühlschrank füllt sich auch nicht von alleine. Das Telefon klingelt “Und bist du gut angekommen?” Ab diesem Zeitpunkt weisst du wieder, du bist für dich allein verantwortlich. Und eigentlich ist es doch schön. Auf eigenen Beinen stehen und bei der einen oder anderen Sache mal schön auf die Nase fallen. An was man auch alles denken muss, wenn man in so einer Wohnung lebt. Da fragt man sich doch echt, ob die Eltern das auch alles machen mussten.
Kaum biste 2 Wochen in deiner neuen Bleibe, statten dir fremde Leute im Keller einen Besuch ab. Hat man nicht vorher immer gefragt, wenn man etwas mitgenommen hat? Komische Stadt, Fahrräder futsch. Aber wie gut, dass man vorher noch die Versicherung abgeschlossen hat. Eltern sei dank.
Nun hat man seine Erfahrungen gemacht und nach knapp 1,5 Jahren kann man behaupten, angekommen zu sein. Und ob man sich nun hier genau so wohlfühlen kann? Entscheidet selber. Ich fühl mich wohl. Mit Schatz.

Düsseldorf: Standort Rheinturm / WDR / Landtag

Düsseldorf: Standort Apollo Theater / Rhein / Rheinpromenade

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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