Personal Look – Florian Treiss von Turi2 (@ftreiss)

By | 25. November 2010

Florian Treiß ist freier Medienjournalist in Leipzig. Wenn man ihm schon im Web über den Weg läuft, dann hauptsächlich als stellv. Chefredakteur von turi2.de – für Medienmacher
Ich persönlich finde es schon recht spannend, verbindet man doch mit Turi2 fast immer Peter Turi! Mag das wohl am Namen liegen? Mhhhh. Möglich.
Aber wenn man mal genau hinschaut, dann ist es auch zum Großteil Florian Treiß, der uns mit einer Menge an interessanten Informationen versorgt. Die Medien sind seine Welt und das merkt man auch, wenn man seine Texte liest.
Wer mehr über ihn wissen möchte, der schaut am besten auch mal hier bei trice.de vorbei.

Ich freue mich, dass es sich für mein Interview Zeit genommen hat und bedanke mich schon einmal im voraus.

1. Was war deine erste Seite, die du im Netz besucht hast?

Vermutlich Yahoo – und kurz danach dann Geocities, um dort meine erste kleine Homepage zu basteln, und zwar passend zu meiner damaligen Leidenschaft über Star Trek. Da gab’s dann irgendwann eine ziemlich kuriose Sache: Die Zusammenfassung des nächsten Star-Trek-Films war im Netz geleakt worden und ich hatte die in jugendlichem Ungestüm auf meine Seite kopiert. Und ausgerechnet meine Seite wurde dann plötzlich in der US-Zeitschrift “Yahoo Internet Life” erwähnt – der Redakteur hatte sie zusammen mit Brent Spiner alias Mr. Data angesurft. Und dadurch schnellte meine Besuchercounter (ja, sowas hatte man damals sichtbar auf seiner Homepage) in ungeahnte Höhen.

2. Welche Eigenschaften schätzt du an anderen Usern, um mit ihnen eine virtuelle Vernetzung einzugehen?

Bei mir zählt schon der Faktor persönlich bekannt, und sei es nur durch ein Telefonat, eine Mail oder einen Handshake auf einer Konferenz. Wildfremde Kontakte gehe ich allenfalls bei Xing ein, aber nicht bei Facebook.

3. Was war dein bester Fauxpas den du im Netz gebaut hast?
(CEO entfriended / CC statt BCC / Kantinenmail als Massenmail)

Eigentlich intern gedachte Abstimmungsmail (“das Thema ist uninteressant, oder?”) ausversehen an den ursprünglichen Absender der Pressemitteilung geschickt. Antwort: “Das müssen sie schon selbst entscheiden!” Und wem das als Peinlichkeit noch nicht reicht, der gucke hier: http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/georg-altrogge/georg-altrogge-post/article/fake-interview-in-park-avenue-eine-ente_100016538.html (es ging um einen unhaltbaren & ein halbes Jahr alten Artikel, der uns bei turi2 durch einen Google Alert und das Blog Boocompany”zugespielt” wurde).

4. Würdest du einen PR-Berater beauftragen, um diesen Fauxpas wieder gerade zurücken?

Quatsch, man muss schon selbst zu seinen Fehlern stehen. Wir haben uns in dem Fall bei den Beteiligten entschuldigt und eine öffentliche Korrektur-Meldung gebracht. Nobody is perfect – und aus Fehlern lernt man.

5. Was sind deine Top 3 Markenkampagnen?

Puh, so sehr hab ich es nicht mit Werbung. Horst Schlämmer und VW fällt mir spontan sofort ein.

Aktuell finde ich die Old-Spice-Persiflage der britischen “Sun” zum schlapplachen

Als drittes fällt mir spontan eher ein Flop ein: Die Aufwärmung der alten Feldbusch-Kampagne für 118000 mit Daniela Katzenberger. Diese vermeintliche “Kult-Blondine” beschädigt die Marke eher, finde ich, als das sie ein gutes Testimonial wäre. Bei 118000 werde ich ganz bestimmt nie anrufen. (http://www.turi2.de/2010/09/16/kampagne-woche-harisch-ne-neue-9399437/)

6. Wenn du eine Marke wärst, welche wärst du?

Thomas Knüwer 3.0, aber da muss ich noch an mir arbeiten. ;-)

7. Scribble dein eigenes Logo

Da ich ein ganz schlechter Zeichner bin, möchte ich auf einen Cartoon von mir verweisen, den einst Christopher Tauber (http://www.piwimonium.de/) von mir gezeichnet hat. Er diente mal als Autorenlogo bei dem Leipziger Stadtblog heldenstadt.de.

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