Personal Look – Nicole Y. Maennl (@enypsilon)

By | 1. November 2010

Man könnte nicht nur meinen, dass Nicole ein “Geekgirl” ist, nein sie ist wirklich eines. Und dabei ist Geekgirl auf keinen Fall negativ zu sehen. Egal was in und um Hannover passiert, Nicole ist dabei. Und das schöne an Ihrer Arbeit scheint wohl zu sein, dass sie eine der wenigen Personen ist, die Beruf und Hobby verknüpfen können. Denn momentan ist nicht nur als “einfache” Bloggerin unterwegs, sondern tritt so langsam in die Fußstapfen von Walter Röhrl. Wer nicht weiß, wer Walter Röhrl ist, der klickt einfach hier. Auf ihrem Weblog könnt ihr mittlerweile eine Menge über Autos und den Rallyesport lernen. (0511web)

So wie es mir vorkommt, hat Nicole sich für das Interview eine Menge Zeit genommen.
Dafür vorab vielen herzlichen Dank.

1. Was war deine erste Seite, die du im Netz besucht hast?

Das war 1996. Ehrlich gesagt kann ich mich spontan nicht mehr daran erinnern, welche überhaupt die allererste Seite war, das ist zu lange her. Gesucht habe ich damals mit “Altavista”, die damals beste Suchmaschine bevor Google auf den Markt kam. Auch Yahoo wurde von mir genutzt, war mein erster Freemailanbieter bevor GMX kam.

Meine erste Community, also das “damalige Twitter/Facebook” war “Karstadt MyWorld”, das kennt bestimmt keiner hier.
Die unterschiedlichen Newsgroups (über den Newsreader, konnte man auch im Web lesen) waren ganz großartig, dort habe ich die Netikette “gelernt” und über unterschiedliche Internetthemen diskutiert und mich ausgetauscht.

Das erste – nicht selbstreferentielle – Thema im Internet, was ich spannend fand, war #catcontent. Da gab es damals schon einiges zu sehen. Ich habe in 1997 meine erste eigene Website – mit meinem Kater Percy – erstellt und viele Leute darüber “virtuell kennengelernt”. Ich habe deren Katzenfotos auf meiner Seite in Galerien gezeigt sowie Geschichten von ihren Katzen, die sie mir per E-Mail schickten publiziert. Es war quasi ein E-Mail-to-Nicole-to-HTML-Website-Blog-Vorläufer.

2. Welche Eigenschaften schätzt du an anderen Usern, um mit ihnen eine
virtuelle Vernetzung einzugehen?

Authentizität, mein erster Eindruck der Person. Auf gegenseitiger Basis: Hilfsbereitschaft, Offenheit, Ehrlichkeit, Wissensaustausch und ganz wichtig: Humor sowie Ernsthaftigkeit, beides an der richtigen Stelle. Das war 1996 so und hat sich bis heute nicht geändert.

3. Was war dein bester Fauxpas den du im Netz gebaut hast?
(CEO entfriended / CC statt BCC / Kantinenmail als Massenmail)

Zwei – an sich harmlose – Sachen fallen mir ein:
1. in einer Newsgroup über Witze in 1999 einen Beitrag zu “Originelle Anmache” geschrieben zu haben und ihn 2010 in einer Google Group wieder zu finden, zugeschickt über einen yasni Alert.
2. Meine erste Begrüßungsmail 2002 (nach meiner Einstellung als Webdesignerin und Dozentin) beim Niedersächsischen Bildungsserver an “alle Kollegen” geschrieben zu haben. Es hätte heißen müssen an “alle Kolleginnen und Kollegen”, die sind da sehr genau mit dem Gender-Aspekt. Ich bin da eher “formlos”, wurde dann von meinen männlichen Kollegen drauf hingewiesen, die Damen haben sich aber nicht beschwert.

Weitere (kleine) sind bestimmt auch noch geschehen, aber es hat mir keiner erzählt, dass sie passiert sind. ;-)

4. Würdest du einen PR-Berater beauftragen, um diesen Fauxpas wieder gerade
zurücken?

Nein! Ich glaube nicht, dass diese Fehler mir nachhaltig schaden werden (muss grinsen).

5. Was sind deine Top 3 Markenkampagnen?

Mir müssen die Produkte ja nicht gefallen, oder?
Ich fand Pepsi mit Michael Jackson sehr einprägsam. Ich trinke
diese Limo aber nie, hat also nicht viel “genützt”.

Apple bringt immer gut Power in die Präsentation neuer Produkte,
ich bin aber kein Fangirl, habe das iPhone nicht wegen des Hypes (ärgere mich oft genug über fehlende Funktionen), sondern weil es damals günstiger als ein Samsung Smartphone war. Hat mich also auch nicht persönlich beeindruckt oder beeinflusst, es war nur auffällig, da man nicht daran vorbeikam. Ein iPad würde ich auch nur geschenkt nehmen, ich schwöre auf meinen EeePC. Bin von Anfang an Windows-Benutzer (unter DOS) und werde es wohl auch bleiben, weil ich nicht weiß, wo die “@-Taste” beim Mac ist. ;-)

Den dritten Platz teilen sich viele einzelne Werbespots oder Aktionen im Internet, die pfiffig waren, doppeldeutig, niveauvoll, hintergründig, charmant, zum Schmunzeln, überraschend, zum Vordenkopfschlagen oder wie auch immer.

Ich bin – bezogen auf mein privates Konsumverhalten – ziemlich immun bei Kampagnen. Wenn mich ein Produkt interessiert, dann brauche ich die Werbung nur als Produktinformation. Mir ist ein Datenblatt lieber als jeder noch so tolle Slogan.
Kampagnen bzw. Aktionen mit Mehrwert und Nutzen oder einfach Spaß, das ist mein Geschmack (privat und beruflich), da werde ich auch gern selber kreativ oder mache sogar mit.

6. Wenn du eine Marke wärst, welche wärst du?

Eine noch zu entwickelnde Automarke: mit schnittiger Karosserie,
viel Power + E-Nergie. Vielleicht vergleichbar mit einem technisch ausgereiftem Tesla, der weiterentwickelt wurde, im Jahre 2020.

7. Scribble dein eigenes Logo

Hat Spaß gemacht, war überrascht, schon der zweite Versuch eines
Scribbles hat das Ergebnis hervorgebracht. Habe mir dabei überlegt,
wie das Logo der Automarke aussehen könnte. Also Frage 6 und 7
gehören schon zusammen. :-)

Und nun noch einmal am Ende! Vielen herzlichen Dank, das Interview war sehr interessant und aufschlussreich. Wieder eine ganze Menge über eine Person aus meinem Bekanntenkreis gelernt :)

Hab einen schönen Montag Nicole.

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