P&G – Warum auch kleines, großes bewirken kann

By | 9. Dezember 2010

127.000 Mitarbeiter im Jahre 2010 und einen Umsatz von 78,938 Mrd. USD im gleichen Jahr. Alles super, könnte man meinen, aber dem ist nicht so. Nicht nur, dass P&G eine Vielzahl von Marken hat, die heute nicht mehr bedienen können, es sind auch die Patente, die ihnen schon vor langer Zeit, große Sorgen bereitet haben.
A.G. Lafley, CEO P&GA.G. Lafley sagte einmal.
Jemand außerhalb Ihrer Organisation kennt heute die Antwort auf Ihre spezielle Frage, kann Ihr spezielles Problem lösen oder kann Ihre aktuelle Chance besser nutzen als Sie. Diesen Jemand müssen Sie finden, und Sie müssen einen Weg der kooperativen und produktiven
Zusammenarbeit finden.

An sich ja ein kluger Gedanke und der wird noch besser, wenn man sich mal das Problem vor Augen hält, das P&G sowohl damals, als auch heute noch hat.

Am Ende der 90er ergab eine interne Untersuchung, dass P&G mehr als 1,5 Milliarden US Dollar in Forschung und Entwicklung investiert. Des Weiteren besaß man mehr als 27.000 Patente, von denen aber nur rund 10% genutzt wurden. Man stand vor dem Entschluss, was man nun tun sollte.

Und A.G. Lafley hatte, wie ich es finde, eine hervorragende Idee.

P&G öffnete sein Patentportfolio und stiegt ein die Welt der Wikinomics.

Larry HoustonLarry Huston, Vice President von P&G sagte dazu folgendes
Die meisten F&E Organisationen halten an dem Erfindungsmodell fest, Nach diesem Modell stellt man die materielle Infrastruktur hin, holt die besten Leute und entwickelt globale Präsenz. Wenn man erst einmal global ist, beginnt man F&E in unterschiedlichen Teilen der Welt, und im nächsten Stadium fügt man alles zusammen, damit man Ideen intern transferieren kann. Das ist ein Pflaster für ein kaputtes Modell”

Die Frage für P&G war also:

Wie erschafft man einen dynamischen Marktplatz?

Und da man wusste, wie langsam die Mühlen mahlen, wenn man so etwas selber aufbauen will, kaufte man sich halt mal eben woanders ein.
Die Lösung hier yet2.com

Yet2.com bietet nicht etwa schon fertige Produkte zum Verkauf. Vielmehr werden gerade entwickelte Technologien und technische Ideen aus den verschiedensten Bereichen – einige noch vor ihrer Patentierung – vorgestellt. Wer eine Idee ins Netz stellen will, zahlt eine Gebühr von 1000 Dollar

Jeder Außenstehende kann heute für ein Patent von P&G Lizenz erwerben. Diese Lizenz muss bereits fünf Jahre bestehen oder drei Jahre in einem Produkt verwendet werden.

Auf der Plattform von yet2.com gibt es mittlerweile Technologien im Wert von mehr als

10 Milliarden $

mehr als 500 Kunden

sie beinhaltet mehr als 40% der weltweiten F&E Kapazität

und hat 100.000 registrierte User.

Unternehmen wie P&G, IBM und AT&T vertrauen auf ihre Expertise.

Und so fand auch P&G, genauer gesagt Pringles einmal hier die entscheidene Information.
Man fragte sich nämlich, ob es irgendeine Möglichkeit gab, Pringles zu bedrucken.
Zwar fand man die Möglichkeit nicht auf yet2.com, aber eine andere so genannte Ideagora (Plattform für Wissensaustausch) eine dafür eine Lösung.

Manchmal kann es doch recht einfach sein, wenn man sich auf die Stärken des webs einlässt.

Quelle: Wikinomics – How Mass Collaboration Changes Everything
By Don Tapscott and Anthony D. Williams

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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