Personal Look – Markus Mayr von Scholz & Friends Hamburg

By | 26. Januar 2011
Markus Mayr

Markus Mayr

Markus Mayr ist Leiter Unternehmenskommunikation bei Scholz & Friends Group. Mit weitem Blick auf die Elbe, versucht er noch dem ein oder anderen ein paar Worte mit an die Hand zu geben. Denn das gehört bei seinem Job mit dazu und das sagt ja auch schon der Name an sich. Kommunikation ist ja wirklich so eine Sache. Vor allem, wenn es um das entschlüsseln von Nachrichten geht.
Da machst du dir Gedanken von früh bis spät, briefst den Kreativen, wie du es noch nie zuvor getan hast und dann das. Fragen über Fragen konfrontieren dich und du fragst dich, wofür die ganzen Mühen. Gut das es da so Leute wie den Herrn Keuchel bei Google oder Herrn Mayr bei Scholz & Friends gibt. Neben dem anpreisen von Produkten ist die Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit wohl so mit die Hauptaufgabe eines Werbers.

Ich freue mich, dass Markus sich Zeit genommen hat und uns ein paar Sätze zum entschlüsseln mitgegeben hat.

1. Was war deine erste Seite, die du im Netz besucht hast?

Das muss zum Beginn meines Studiums im Rechnerraum der Uni gewesen sein. Der Browser hatte keine Startseite und beim Suchen auf Altavista (oder wars Fireball?) kamen selbst beim Suchbegriff “Bundeskanzler” damals nur Erotikseiten raus. Nach mehreren Versuchen habe ich dann einfach das eingetippt, was ich als Adresse schon einmal irgendwo gesehen hatte: www.nike.com

2. Welche Eigenschaften schätzt du an anderen Usern, um mit ihnen eine virtuelle Vernetzung einzugehen?

Eigenschaften, die dazu führen, sich auch im “echten” Leben zu vernetzen: Sie sollten sympathisch sein, offen und ehrlich. Wenn sie dann auch noch Humor haben und Interessantes zu einem Gespräch beitragen können, sind sie der ideale Kontakt.

3. Was war dein bester Fauxpas den du im Netz gebaut hast?
(CEO entfriended / CC statt BCC / Kantinenmail als Massenmail)

Wer noch nie eine Twitter-DM versehentlich als Reply in die Öffentlichkeit jagte, der werfe den ersten Stein. Twitter eignet sich überhaupt für Fauxpas, da es ein sehr schnelles Medium ist. Da ich im Beruf auch für den Twitter-Account für Scholz & Friends verantwortlich bin, kommt es schon mal vor, dass man im Eifer des Gefechts den Absender verwechselt. Die Verwirrung der Follower hielt sich aber bisher in Grenzen. Es ist schon von Vorteil, dass jeder weiß, dass ein Mensch hinter dem Unternehmen steckt.

4. Würdest du einen PR-Berater beauftragen, um diesen Fauxpas wieder gerade zurücken?

So schlimm war es dann doch wieder nicht. Und auch wenn man es nicht glaubt: Ein Lächeln und eine ehrliche Entschuldigung bewirken mehr als man glaubt.

5. Was sind deine Top 3 Markenkampagnen?

Ich versuche es mal ohne Nennung von eigenen Kunden…

• Das Marketing von Nike ist großartig. Sie haben es über Jahre und Jahrzehnte geschafft, als Symbol für den sportlichen Wettkampf zu stehen. Und das in jeder (Werbe-)Disziplin. Zuletzt mit “Write the future”, einem Spot, den ich mir immer und immer wieder ansehen kann.
• Red Bull ist auch so ein Beispiel: Die Marke taucht überall da auf, wo ihre “Fans” sind. Mit einer Leitidee “…verleiht Flügel”, die sie immer wieder neu inszeniert.
• Da auch Personen Marken sein können: Stefan Raab. Er hat den Wechsel vom Blödelbarden zum Entertainer gemeistert, polarisiert nur so viel wie er muss und schafft mit jedem neuen Wettbewerb ein Event allergrößter Unterhaltung.
• Lady Gaga. Sie hat alles, was eine Marke nicht haben sollte: Sie kann nicht herausragend singen (keine Qualität), tritt “gaga” auf (keine Verlässlichkeit) und erfindet sich ständig neu (keine Kontinuität). Und trotzdem ist sie kein One-Hit-Wonder, sondern eine Marke für sich.
• Und weil wahrscheinlich jeder auch was Social-Media-mäßiges erwartet: Ja, auch ich finde die Old-Spice-Kampagne unfassbar gut.
Wie, ich sollte nur drei?

6. Wenn du eine Marke wärst, welche wärst du?

“The man your man could smell like”? Hach, ich glaube daran, dass jeder Mensch genauso individuell ist, wie Marken gerne sein wollen. Und befinden wir uns nicht gerade im spannenden Zeitalter, in dem jeder Mensch eine Marke sein kann? Also nichts wie los!

7. Scribble dein eigenes Logo

Ich hab’s echt versucht, aber man sollte wissen, wo seine Grenzen liegen. Freihändig zeichnen und ich, wir beide werden wohl doch keine Freunde mehr. Das überlasse ich doch lieber unseren Design-Spezialisten. Wahrscheinlich wäre es irgendwas geworden mit einem “M” und noch einem “M” und einem Kreis drumrum…

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andre
Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier bin ich sowohl als Assistent von Frank Dopheide (Inhaber), als auch für den Bereich Neue Medien zuständig gewesen. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus. Mein Wissen vertiefte ich Tag für Tag bei der Markenberatung "Deutsche Markenarbeit", die sich vor allem auf Markenanalysen und Markenstrategien spezialisiert hat.

3 thoughts on “Personal Look – Markus Mayr von Scholz & Friends Hamburg

  1. Markus Mayr

    Vielen Dank, André, für die Anfrage zu Deinem Personal Look!
    Für das nächste Mal übe ich auch ausgiebig mit Stift und Photoshop, damit ich ein schönes Logo mein eigen nennen darf. :)

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