Seien wir mal ehrlich.
Du stehst am Bahnhof, dein Puls steigt langsam an. Dein Herz pocht und deine Gesichtsröte nimmt langsam zu. Na und? Du kannst eh nichts machen.
Der Bus kommt später, die Bahn kommt später, das Taxi steht im Stau und der Flieger auf der Rollbahn …
Na und, Du kannst eh nichts machen?
Der Deutsche an sich hat eh immer Zeitdruck. Die meisten zumindest. Lieber 5 Minuten eher da sein und schon einmal vor die Tür setzen. Ich kenne das, denn ich bin genauso. Jedes mal darf ich mir anhören, jetzt mach doch mal ruhig und zieh noch einmal die Jacke aus, wir haben doch noch Zeit. Aber irgendwie steckt das in einem drin. Vermutlich habe ich das von meinem Vater. Der ist nämlich glaube ich auch so.
Doch warum machen wir das eigentlich? Wir steigern selber unser Herzinfarkt Risiko und unserem Gemüt geht es auch nicht gut. Zwar ist der Hauptgrund für einen Herzinfarkt fettes Essen (siehe hier), aber auch das nimmt man meistens nur zu sich, weil man unter Stress steht.
Verständlich, in einer Zeit, in der die Arbeit unseren Tagesablauf bestimmt.
Und nun schauen wir mal auf unseren Tagesablauf und gucken wirklich, wo ein Großteil von uns eigentlich die meiste Zeit hätte zu entspannen. Wenn wir ehrlich sind ist es doch auf den Bahnsteigen, den Haltestellen und den Flughäfen der Republik oder? Natürlich gibt es schönere Plätze, aber haben wir eine Wahl?
Aber was machen wir, anstatt uns zu freuen, dass wir endlich mal Zeit für uns haben? Wir können sogar anrufen und uns entschuldigen, denn der Schuldige ist ein anderer.
Aber nein, wir müssen erst einmal Dampf ablassen.
Und am Ende des Tages sind wir doch wieder alle glücklich, dass Bahn und Co uns gut nach Hause gebracht haben. Stimmt doch oder? Sonst würden wir hier bestimmt nicht mehr sitzen.
Vielleicht fällt ja irgendeinem von uns mal was echt entspannendes ein, wie man diese Zeit doch schön für sich nutzen kann.
Twitter ist da schon gar nicht schlecht wie ich finde, aber es gibt bestimmt noch andere schöne Sachen oder?
Was machst du?


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Was ich mache? Manchmal zu wenig. Bisschen sanfter Druck bzw. leichter Stress täte mir wiederum ganz gut. Ich habe die Ruhe weg, aber einige nicht schlechte Ideen, die ich wenn, dann nur langsam verwirkliche. Hin und wieder schreib ich ein Gedicht für mein Blog. Hier ein halbwegs passendes: http://gedichtbandlose-lyrik.de/jonny-und-die-stressgesellschaft