BarCamp Ruhr im Unperfekthaus Essen #bcruhr4 – Here we go

By | 26. März 2011

Der typische Samstag Morgen. Zumindest, wenn man ein Barcamp besucht. Barcamp, ein Event bei dem man sich fragt, ob es eigentlich noch real ist. Vorne stehen Leute (physisch anwesend), haben ihren Klappcomputer auf und sprechen zu Leuten (physisch anwesend) die wiederum in ihr Smartphone oder ihren Klappcomputer starren, um es wiederum anderen Menschen (nicht physisch anwesend) mitzuteilen.

Aber auch wenn es für einen nicht Barcamper komisch klingt, ist es doch eine schöne Erfahrung.

Uns so sieht er dann aus, der typische Tag eines Barcampers.

Manch einer hat sich schon am Abend vorher aufgemacht, um seine heimischen 4 Wände zu verlassen und aufzubrechen in die Weltstadt Essen. Wo Currywurst und Pommes den Ernährungsplan regieren und die Cholesterinwerte nur durch Flüssignahrungsmittel ausgeglichen werden können. Vielleicht ein bißchen viel Klischee, aber was soll´s.

Der Barcamper an sich ist ja ein feiner Kerl. Aufgeschlossen, höflich und manchmal ein wenig verträumt, zumindest wenn die Tweets in der Timeline interessanter sind als die Leute um ihn herum.

Und sitzt er dann erst einmal im Zug und passiert die Bahnhöfe des Ruhrpotts, dann weiß er, er ist gleich da. Umtrieben von den morgendlichen Gesprächen der jungen ruhrpottischen Jugend, versucht er sich mental auf das Event vorzubereiten. Aber ehrlich gesagt ist es schwer, sind die Gespäche im Zug doch äußerst interessant. Von Lug und Betrug ist hier die Rede. Eigentlich könnten auch diese jungen Leute perfekt einen Vortrag machen. Haben sie in ihren jungen Jahren doch scheinbar mehr erlebt, als so manch ein anderer in seinem kompletten Leben.
Beim nächsten mal muss man sie vielleicht mal einladen, wenn sie denn dann die Fahrausweis-Kontrolle überstanden haben.

Endlich in der Metropole Essen angekommen, kämpfst du dich durch zum Unperfekthaus. Aber eigentlich musst du nur den Leuten mit den Rucksäcken folgen. Da wo iPad, MacBook, Kamera und Co, also das Werkzeug eines echten Barcampers versteckt sind. Das Handy hat er meist in der Hand, um noch schnell überall einzuchecken.

Am Unperfekthaus angekommen, knistert schon die Luft. Viele neue Leute, viele neue Gesichter und keiner sieht so aus, wie auf seinem Twitterbild. Die Realität ist doch anders. Natürlich nur im positiven Sinne…

Und dann geht’s auch schon los. Nach dem der erste Kaffeedurst gestillt wurde, die Mettbrötchen den Magen gefüllt haben, wird gearbeitet. Wenn man es überhaupt als Arbeit beschreiben darf. Zugehört, der Chef spricht. In Essen ist das die @Hirnrinde in Person von Stefan Evertz. Was Stefan hauptberuflich macht? Keine Ahnung. Auf jeden Fall triffst du ihn überall. Ob Twittwoch, Barcamp, Tweetup, Stefan ist da. Dank solchen Leuten finden diese Events statt. Und dafür gebührt ihn der Dank. Treiben sie doch das Networking und den Austausch von Wissen in der Region enorm nach vorne.
Nachdem der Themenplan für den Tag dann endlich festgezurrt wurde, geht es endlich los. Die Vortragenden, die in unzähligen Nachtsessions ihre Präsentationen vorbereitet haben, beginnen mit den Aufwärmübungen. Bei Steve Jobs nennt man das Rehearsel. Das einüben der Presentation Skills. Dabei sind die Techniken ganz unterschiedlich. Latte Macchiato und Brötchen oder Kippe und Kippe. Die Anspannung steigt, wollen doch immerhin knapp 200 Leute unterhalten werden. Die letzten Leute treffen am Checkin ein und dann geht es endlich rund. Fast zumindest. Wenn dann auch ich zu Ende gefrühstückt habe.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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