Anfangs war es nur eine kleine traditionsreiche deutsche Schokoladenmarke. Mittlerweile schlummert sie in vielen Mägen. Es war 1852, als Heinrich Ludwig Neumann in Berlin die Firma „Confiseur-Waaren-Handlung Felix & Sarotti“ eröffnete.
1894 registrierte man die Wortmarke Sarotti und einige Jahre später kam dann auch das Mohr Männchen dazu! Aber was beudet Mohr eigentlich und warum ist das Sarotti Männchen eigentlich schwarz?
Wer in der Grundschule damals gut aufgepasst hat, der wird vielleicht wissen, dass Mohr eine Bezeichnung für Menschen mit dunkler Hautfarbe war. Heute wird der Begriff fast gar nicht mehr verwendet, da mit ihm oftmals Rassismus verbunden wird.
Für die Marke an sich eigentlich keine positive Ausgangssituation mehr. Doch aus der Sichtweise von Sarotti käme ein Wechsel der Bildmarke vermutlich niemals in Betracht. Hat sich dieses Männchen doch mittlerweile in den Köpfen festgesetzt.
1918 beauftrage man Julius Gipkens, ein Logo für die Marke zu entwickeln. Zur damaligen Zeit war er vor allem als als Werbegrafiker und Plakatkünstler erfolgreich war. In der Zeit der Weimarer Republik entwarf er Werbegraphiken und Verpackungen für Stollwerck , Sarotti, Riquet und Garbáty.
Den Entwurf des Sarotti Mohr tätigte er anlässlich des 50 jährigen bestehen der Unternehmung. Vermutlich kam er auf die Idee, weil der Sitz des Unternehmens zu diesem Zeitpunkt in der Mohrenstraße war.
Seit 2004 wird der Sarotti-Mohr von der Firma Stollwerck offiziell als „Sarotti-Magier der Sinne“ bezeichnet. Die Figur wurde farblich umgestaltet und jongliert nun mit Sternen, statt ein Tablett zu tragen.
Und auch andere Unternehmen nutzen einen Mohr in ihrem Logo. So zum Beispiel auch die Kaffeerösterei Julius Meinl.
Bei diesem Logo ist die Entstehungsgeschichte jedoch ein wenig anders. Kommt jedoch auch aus der Geschichte des Unternehmens.
Der Kaffee wurde 1683 mit der belagernden türkischen Armee Pasha Kara Mustafa nach Wien gebracht. Der Fez, die rote Kopfbedeckung mit schwarzer Quaste, wurde in den türkischen Landen verbreitet getragen und war ein Symbol der Herrschaft des Sultans.
Im Laufe der Geschichte wurde das Meinl Mohr jedoch immer weiter entwickelt und distanzierte sich immer mehr von dem kleinen “schwarzen” Jungen. Heute wird der Kopf lediglich nocjh komplett in Rot dargestellt. Dafür verantwortlich war der italienische Stardesigner Matteo Thun.(Quelle: Meinl Mohr)


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