Ich hätte gern ein Tablett

By | 25. März 2011

Wie erklärt man´s seinen Eltern, ja wie erklärt man es seiner Familie?

Man wird ja so und so schon für bekloppt erklärt. Während Mutter, Bruder, Vater schon seid Jahren, ja eigentlich Jahrzehnten das gleiche Produkt nutzen, kommen wir Woche für Woche mit was neuem um die Ecke. Natürlich ist das nicht mit dem 20 Paar Schuhe oder der 5 Armbanduhr zu vergleichen.

Wir sind halt anders.

Und dann kommt man nach Hause und erzählt von diesem wunderbaren Gerät der Technik. In schlaflosen Nächten überlegte man sich die Vorteile, um sich später rechtfertigen zu können. Längere Akkulaufzeit, schöneres Display, zweite Kamera und und und. Der Preis ist irrelevant. Einfach haben wollen.

Noch nicht einmal richtiger Edelstahl. Veranstaltungen sind voll von Tabletts, doch keiner weiß, welches wirklich das bessere ist. Wasserdicht ist leider noch keines oder doch?

Aber vermutlich, ne eigentlich mit großer Sicherheit, geht es dabei gar nicht um besser oder schlechter.

Ausgereizt werden Produkte wie diese vermutlich eh nur von 5% der Leute die sie kaufen. Bilder anschauen kann ich auch auf einen Bilderrahmen. Mails versenden vom Handy, spielen auf der PSP. Ja ich weiß, All in on ist wunderbar.
Aber muss es dafür jedes Jahr ein neues sein?

Den Stimmen aus dem Netz kann man entnehmen, dass es nicht der “Burner” sei. Und trotzdem spürt ein jeder von uns ein inneres Verlangen, dieses Ding haben zu wollen. Liegt es daran, dass wir es auf Republica und Co in die Höhe strecken wollen, um zeigen, dass wir es uns auch leisten konnten? Geht es am Ende des Tages darum, damit Geld zu verdienen? Nein bestimmt nicht, Geld verdient nur Apple.

Wahrscheinlich ist es der Urinstinkt des Menschen.

“Jagen und sammeln”

Je mehr davon zu Hause im Schrank steht, desto besser ist es. Es ist wie mit den alten Kleidungsstücken, die man bestimmt noch einmal für die nächste Renovierung benötigt. Wir können uns nicht trennen und wollen trotzdem immer was neues haben.

Apple hat es nicht nur mit diesen Tabletts, wie mein Opa immer zu sagen pflegt, geschafft, irgendwo eine Hintertür in unserem Kopf aufzustoßen. Einmal im Kosmos des Steve Jobs angelangt kommst du nicht mehr raus. Nach iPod, iMac, MacBook, iPad und noch vielem mehr, muss dann irgendwann auch das Sounddock ins heimische Wohnzimmer. Es geht doch wirklich so einfach. Einach alles anschließen und schon sind wir drin. Was wir für das alles bezahlt haben und wie viele Nerven es uns gekostet hat? Egal.

Und nun stehen wir wieder vor der Entscheidung, brauchst du es oder brauchst du es nicht? Die gleiche Entscheidung, vor die sie uns letztes Jahr gestellt haben und vor die sie uns wieder stellen werden.
Am besten hebt man sich seine Artikel künftig gut auf. Denn diese Gewissensfragen können wir uns nächstes Jahr wieder stellen.

Falls ihr noch vor der Frage steht. Lest euch mal die Artikel bei Caschy, Sascha, Gutjahr und Co durch, die hatten auch die Gewissenskonflikte.

iPad 2 ist eingeflogen, Stadt-Bremerhaven

iPad 2 unboxing bei netbooknews.de

to buy or not to buy, gutjahr.biz

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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