Achtung ansteckend – Der digitale Nimmersatt

By | 17. Mai 2011

Jeder von uns ist mir Sicherheit schon einmal einem von ihnen begegnet. Vielleicht habt ihr sogar einen von ihnen in eurer Familie. Vielleicht seid ihr auch selber einer. Dann, solltet ihr ganz besonders aufpassen. Denn jetzt geht es um den digitalen Nimmersatt.

Dabei zeichnet sich der digitale Nimmersatt durch ganz unterschiedliche Ausprägungen aus. In der Vergangenheit wurden 3 Typen ausfindig gemacht. Aber seid beruhigt, jeder dieser Typen ist heilbar …

Typ 1: Der Weltenfummler
Er zeichnet sich durch eine massive Aufnahmefähigkeit aus, treibt er sich doch Tag für Tag in den unterschiedlichsten Welten des digitalen Lebens rum. Doch dabei konsumiert er nicht nur, sondern agiert auch in einer besonderen Art und Weise. Der Weltenfummler mischt sich in alle möglichen Diskussionen ein und dabei sind vor allem die Kommentare vor ihm nicht sicher. Je mehr Kommentare, desto besser ist es. Auf seiner eigenen Seite spielt er den wohl erzogenen und immer transparenten Weltenbummler. Doch in Wahrheit treibt ihn etwas ganz anderes an.

Typ 2: Das Digimäleon
Schon einmal von jemandem gehört, der immer alles weiß, jeden kennt und auch schon überall war. Wenn nicht, dann könnt ihr euch glücklich schätzen. Das Digimäleon ist eine Weiterentwicklung des Chamäleons und zeichnet sich durch eine ausgesprochen gute Anpassungsmöglichkeit aus. Wenn man ihm begegnet, muss man das Digimäleon immer im Gesamtzusammenhang betrachten, da du nie weißt, in welcher Rolle er gerade steckt.

Typ 3: Der AlwaysOn
Der AlwaysOn hat es besonders schwer, muss er sich doch jeden Abend an einen USB Port anschließen, um bloß nichts zu verpassen. Wenn man ihm begegnet, dann glänz er durch Abwesenheit. Zwar nicht körperlich, aber geistig. Stellst du ihm eine Frage, dann kramt er nicht in seinem Gehirn, sondern sagt dir die passende Suchanfrage für Google. Im Verlauf der Zeit werden die Intervalle, in denen er sich informieren muss immer kürzer. Bei Extremfällen verwenden die AlwaysOn´er sogar schon ausreden, wenn sie Nachts aufstehen. In 80 % der Fälle geben AlwaysOn´er nämlich an, Nachts an den Kühlschrank gehen zu wollen. In Wahrheit überprüfen sie aber, ob das Internet noch funktioniert und die Crawler von Google noch laufen.

Alle diese 3 Typen lassen sich unter dem digitalen Nimmersatt zusammenfassen. Doch wie gerade aufgezeigt, haben alle von ihnen ganz unterschiedliche  Ausprägungen.
Dich ihr könnt wirklich beruhigt sein. Solltet ihr euch selber schon in einer Gruppe wiedergefunden haben, dann ist das gar nicht schlimm. Es kann euch geholfen werden.
Hier sind 3 Tipps für einen digitalen Nimmersatt.

Tipp 1: Verstopfung
Glaubt mir es hilft. Zwar ist das eine Extremlösung aber sie funktioniert. Sucht in eurem Hause alle Anschlüsse, wo ihr eure digitalen Geräte eingestöpselt habt. USB Ports, Steckdosen und und und. Wenn ihr sie dann ausfindig gemacht habt, klebt sie zu. Womit auch immer. USB Ports mit Kaugummi, Steckdosen werden zugenagelt.
Was dann passiert ist wie eine Entziehungskur. Wenn der Power Balken auf eurem iPhone langsam schrumpft, wird auch die Hand anfangen zu zittern. Aber das ist normal. Wenn eure Geräte dann erst einmal leer sind, könnt ihr eh nichts mehr machen.

Tipp 2: Passwording
Passwording ist ein Spiel, dass sich in den letzten Monaten entwickelt habt. Networks wie Playstation bieten es mittlerweile schon kostenlos. Einfach anmelden und in ein Paar Tagen müsst ihr das so und so ändern. Macht das einfach solange, bis ihr all eure Passwörter vergessen habt. In Notfällen und wenn es ganz schnell gehen muss, könnt ihr es auch eurer Frau geben. Die macht das dann schon. Bei umgekehrten Sachverhalt, einfach dem Mann geben.

Tipp 3: Entdigitalisierung
Das ist zwar einer der härtesten, aber auch sichersten Tipps. Er kostet Überwindung, ist zu gleich aber auch eine Garantie für Heilung.
Jeder der euch in der Zukunft mit Online Dingen belästigen und belagern wird, muss fortan als Offliner deklariert werden. Ihr werdet merken, dass die Wucht, die auf euch zurück prallt, immer größer werden wird. Aber da müsst ihr durch. In Zukunft werdet ihr euch immer mehr in diese Rolle hineinsteigern, aber genau so soll es sein.

Mittlerweile laufen Studien, die die Entdigitalisierung beobachten. Einige Forscher behaupten, dass sich in 10 Jahren die Gesellscahft um 20 Jahre zurückwentwickeln wird. Wir werden uns dann auf einem Wissen von 2001 befinden. iPhone und Co werden gegen Nokia 3210 und Co getauscht.

Ja es klingt wirklich hart und wir können alle nur hoffen, das wir die Kurve kriegen. Man darf gespannt sein.

Für spezielle Typenbehandlungen fragen sie ihren Arzt oder ihren Apotheker.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

5 thoughts on “Achtung ansteckend – Der digitale Nimmersatt

  1. Alexander_aus_Berlin

    Praktikable Lösungsvorschläge würden natürlich Mehrwert bieten. Feedreader wie den Pulse Newsrader und Apps wie Flipboard…

  2. Pingback: Was kommt #next11 ? Ein Resúmé

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