Der Kampf um die Pralinen – Kurt frustet Gerda

By | 5. Mai 2011

In Düsseldorf gibt es eine Konditorei / Chocolatier der auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu seien scheint. Für einige, vor allem die ältere Zielgruppe ist das Cafe Heinemann dabei weitaus mehr als nur ein wunderbarer Hersteller von Herrentorte oder Whiskey Pralinen. Tag für Tag strömen die Menschen in diese Läden auf der Kö und bestücken sich und ihre Hüften mit dicken Kalorien.

Schokolade mit Schokolade überzogen und in der Mitte verbirgt sich ein kleiner Trüffelkern. Nur beim Anblick schlägt die Waage runden.

Natürlich gibt es in Düsseldorf auch andere Cafés wie Leyssiefer, aber keiner der Läden ist so voll wie Heinemann. Den ersten Laden gab es im Jahre 1932, als Johanna und Hermann diesen in Gladbach eröffnete. Es ist eine schöne Geschichte, die man auf der Webseite (konditorei-heinemann) wunderbar nachlesen kann. Diese Geschichte umringt einen auch zugleich, wenn man den Laden betritt. Die Kleidung die die Damen tragen, die nette Art und Weise wie man begrüßt wird. Ja auch der vermutete Altersdurchschnitt, der doch ziemlich hoch ist. Man muss sich halt wohlfühlen, wie bei Muttern.

Vermutlich ist es das, was die Menschen Tag für Tag in die Läden treibt. Doch dann ereignete sich gerade eben folgende Situation. Vielleicht finden wir sie auch schon morgen in der Rheinischen Post.

+++++ BREAKING +++++
(Namen sind erfunden)

Kurt frustet Gerda – Weiße Trüffelpraline landet im falschen Mund

Es war auf dem Rückweg zu unserem Büro, als ich mal wieder an Heinemann vorbei kam. In dem Laden massig an Leuten und davor standen einige mit ihren schönen Heinemann Tüten. Bei manchen ist das Verlangen nach den Pralinen sogar so groß, dass sie die Verpackung gleich auf dem Gehweg aufreißen müssen. So geschehen auch bei Kurt und Gerda. Kurt scheint dabei wohl ein wahrer Schlawiner zu sein, isst er doch zu Hause Tag für Tag den Süßigkeiten Schrank leer.
Gerda hingegen ist eine treue Seele, die sich beherrschen kann, aber sich ab und an auch mal was gönnt. So kaufte sich Gerda nach Augenzeugenberichten eine ganz spezielle weiße Trüffelpraline. Ein Unikat, wie man mir versicherte. Sie ließ sie extra in durchsichtige Folie einpacken, damit jeder sie noch einmal begutachten konnte.

Und dann das. Kaum aus der Tür hinaus, schlug er zu, der Schufft. Kurt vergriff sich anscheinend in der Tasche und jagte die weiße Trüffelpraline den Rachen herunter. “Ohne zu kauen”.

Gerdas Kopf wurde Feuerrot. “Das war doch nicht etwa….” “Ups, ich dachte,….”, “Du sollst nicht denken, jedes mal passiert dir das.”

Gerda war augenscheinlich ziemlich sauer.

Kurt zu seiner Entschuldigung. “Sei froh, dann landet es nicht auf deiner Hüfte”

Es verschlug Gerda die Sprache und für Kurt war der Tag wortwörtlich gegessen.

Ab hier wäre es nun vermutlich eine schöne Aufgabe für einen Deutschkurs der 8 Klasse, die Geschichte weiter zu erzählen. Mehr habe ich leider nicht mitbekommen, aber schon diesen Dialog fand ich recht amüsant.

Es scheint so zu sein, als seien die Heinemann Pralinen wesentlich mehr als nur einfache Schokoladen Stückchen. Für mich interessant, weil man sich doch die Frage stellen muss, warum Menschen eigentlich so viel mehr für ein Stück Schokolade ausgeben, wo sie sie doch eigentlich auch für 79 Cent hätten im Rewe kaufen können.

Spannend.

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One thought on “Der Kampf um die Pralinen – Kurt frustet Gerda

  1. Pingback: Heiß auf Eis: Heinemann Chocolatier Vanille Himbeer

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