entXINGung oder einfach andere Zielgruppe?

By | 18. Juli 2011

Man mag es wirklich kaum glauben. Es soll in diesem digitalen Kosmos immer noch Leute geben, die melden sich freiwillig bei Xing an und zahlen sogar Geld dafür. Thomas Hutter hat heute mal wieder ein seiner bekannten Statistiken hervorgezaubert. (Social Networks Statistiken 2011)
Und nicht nur bei Xing sind die Zahlen in der letzten Zeit etwas nach unten gedriftet, auch andere Networks haben damit zu kämpfen.
Aber trotzdem muss ich mich hier nun outen.

Ich nutze Xing und wir bezahlen auch noch Geld dafür. Was für ein Drama, was für ein Leid.

Aber Moment, wenn ich mal recht überlege hat es sich in der Vergangenheit sogar gelohnt. 2 neue  Freelancer Jobs, einen für mich, einen für die Freundin. Mit Abzügen und Co steht dann immer noch eine schwarze Zahl unter dem Schlussstrich.

Und eine andere Sache sollte man vielleicht auch noch berücksichtigen. Zumindest in unserem Geschäftsfeld tummelt sich nicht jeder unsere Kunden in Facebook, Twitter oder auf irgendeinem Blog. Schlimm ist das nun nicht, aber man merkt wirklich, dass es über solche Kanäle wesentlich einfacher ist, mit ihnen zu kommunizieren. Schwer wird es nur, wenn sie Skype haben und jemanden den ganzen Tag mit Dateien füttern.

Daher vielleicht mal 2 Empfehlungen aus meiner Sicht. Wann macht eine Löschung Sinn und wann nicht.

1. Tschüss auf Wiedersehen
Sollte ihr Kunde so Hip und Trendy sein und in der digitalen Kommunikation soweit voran geschritten, dass er den Fokus primär auf andere Netzwerke legt, dann macht eine Löschung mit Sicherheit Sinn. Einige Leute treibt es ja auch einfach nur zu internationaleren Netzwerken wir LinkedIn weiter. Vor allem kann man das auch ganz gut daran merken, wenn man die Xing Mails eh schon in den Spam Ordner schickt und der Aktivitätsindex auf Xing mittlerweile auf 50 % geklettert ist.

2. Ich gebe dir ´ne Chance
Dann gibt es da halt noch diese Oldschool Business Leute wie mich. Die brav die Kontaktanfragen beantworten und Abends auch mal schauen, wer sich eigentlich so auf der Seite getummelt hat. Und trotzdem gibt es ein- oder zweimal im Jahr diesen Aha Effekt. Dann spielt Xing sein ganzes Potential aus und schickt dir einen Neukunden.

Ich sehe das so ein wenig wie beim Roulette. Solange ich meinen Einsatz behalte ist alles gut.

Und für die die nun sagen, was ein Schwachsinn. Ja ich weiß, ich bin gar nicht auf das Thema Kommunikation eingegangen und das die Timeline bei Xing eher eine schlechtere Abkupferung anderer Netzwerke ist.

 

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

5 thoughts on “entXINGung oder einfach andere Zielgruppe?

  1. Kevin

    Da bin ich genau deiner Meinung. Ich verstehe eigentlich nicht, was alle gerade gegen XING haben, mag schon sein, dass sie Ads auf den Profilen schalten und das generell die Aktivität in der Community gerade sinkt, aber die tun alle gerade so, als würden sie 24/7 in Business-Netzwerken hängen und an ihrer Präsenz feilen.

    Mag zwar etwas phlegmatisch klingen, aber mir ist es eigentlich egal, was XING an sich falsch macht oder nicht, ich bin bei XING und LinkedIn angemeldet, halte bei beiden mein Profil regelmäßig am laufenden und lasse die Dinge rollen. So wie’s kommt so kommts.

    Die Marketingschleuder wie selbsternannte Social Media Gurus auf Twitter (die 15134 Usern folgen und im Gegenzug dazu 3 Follower haben wovon ihnen noch zwei der drei selbst gehören) oder in den genannten Netzwerken bin ich sowieso nicht und werde ich auch nicht sein.

    Und siehe da, es rentiert sich trotzdem :)

  2. florian

    ich würde mich ebenfalls in die zweite kategorie einordnen: hin und wieder kontaktanfragen beantworten und versuchen nachzuvollziehen wer einen nachgestellt hat. davon abgesehen ist xing manchmal eben doch praktisch und dann möchte zumindest ich es nicht missen.

  3. Mike

    Ich gehöre auch eher zur der zweiten Kategorie und genau so wie florian möchte ich es gerade aus beruflichen gründen nicht missen

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