WiWo – Videogrüße vom Chef

By | 29. Juli 2011

Das Bewegtbild bewegt die Gemeinde. Und das tut es nicht nur, wenn man Leuten wie dem Videopunk oder anderen “Videomachern” folgt. Bilder können wesentlich emotionaler als “einfache” Texte sein. Videos sind wesentlich bequemer. Zumindest, wenn es um das Konsumieren geht. Denn beim Betrachten rattert unser Gehirn ordentlich. Newsseiten wie die Bild, aber auch das Handelsblatt und auch die WiWo setzen auf Bewegtbilder. Aber nicht bei allen geht der Chef mit gutem Beispiel voran. Bei der WiWo schon.
Herr Tichy stellt sich ohne weiteres vor die Kamera. Aber was bringt es der Marke? Oder bringt es eher etwas der Persönlichkeit?

Man merkt auf jeden Fall, dass die Videos in der Vergangenheit schon professioneller geworden sind. Vorspann, Abspann, der Blick für das wesentliche. Und nun bin ich auch kein Producer und will daher auch gar nicht die Machart kritisieren. Mit größerem Budget könnte man mit Sicherheit auch ein Studio bauen.

Aber man mag es kaum glauben, der Marke hilft es. Es hilft, der Marke WiWo ein Gesicht zu geben. Dieses Gesicht kommt zum einen durch den Chefredakteur, der mit gutem Beispiel voran geht, aber auch durch all die anderen Redakteure, die mit ihren Twitter Accounts oder Facebook-Pages im Namen der WiWo auftreten.

Dabei “branden” sich die einen mehr, die anderen weniger. Gerade bei den Personen, die es auch ohne das Blatt zu größerer Anerkennung, die sich meist durch mehr Besucher auf dem eigenen Blog auszeichnen, branden sich in aller Regel etwas weniger.

Soll das heißen “Schaut her, ich schaff es auch ohne die große Marke im Rücken?”

Aus Social Media wird zukünftig Personal Media. Und gerade im Journalismus spielt das vermutlich eine große Rolle. Denn was passiert, wenn Leute für Content nicht mehr Geld ausgeben, weil sie das gesamte Blatt (die Marke) haben wollen, sondern weil sie diese eine Person, die für die Marke schreibt gut finden? Sie kommen auf diese Person, weil sie ihr privates Blog lesen und seine Stilart mögen.

Zwar erreichen Blogger durchaus nicht so viel, wie ein gesamtes Handelsblatt oder die WiWo (zumindest der großteil nicht), aber trotzdem schlummern auch unter ihnen Multiplikatoren, die das geschriebene Wort ins Ländle tragen.

Was haltet ihr davon? Mit gutem Beispiel voran gehen oder reicht das Team um einen herum?
 

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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