Teure Brüste – Trikotsponsoren der Bundesliga

By | 9. März 2012

Marken schaffen Mehrwert. Das hat nicht nur Bernd M. Michael immer und immer wieder gepredigt. Marken erlauben es, für manche Dinge mehr Geld zu verlangen, auch wenn die Produktqualität augenscheinlich gar nicht besser ist.
Stimmt dann aber auch noch die Produktqualität, ist es für das Unternehmen umso schöner. Mit zunehmender Bekanntheit, Akzeptanz und Vertrauen, steigt auch die Wirkkraft der Marke.

In meinen Augen ein schönes Beispiel sind die Brüste der 1 Bundesliga. Und dabei sei von Anfang an klar gestellt, ich meine nicht die der Spielerfrauen. Zwar mögen die bei der ein oder anderen auch teuer gewesen sein, aber trotzdem kommen sie bei weitem nicht an die ihrer Männer heran. Denn die Herren tragen gleich einiges mehr über den Platz. Die Werte, die die Trikotsponsoren ungefähr ausgeben, sind unterschiedlichen Artikel entnommen. Daher auch oftmals die von bis Grenzen.  (Hier mal 2 Beispiel Quellen, NTV und Merkur Online)

Die spannende Frage:

Was kann man daran erkennen, oder vielleicht auch mutmaßen. Im ersten Schritt natürlich. Je bekannter der Verein, desto teurer auch die Werbung. Bestes Beispiel natürlich die Bayern und auch der BVB. Jetzt mag man sagen, ja, aber auch die Marken, die Werbung betreiben, sind durchaus bekannt. Das stimmt, aber nur  bei genauerem hinsehen. Blickt man zum Beispiel mal auf Schalke 04, sieht man auch dort eine größere Hausnummer. Gazprom profitiert dabei immens von den Werten von Schalke 04. Mit eindringen in den Markt brauchte man auch eine Marke, die fest verwurzelt ist und mit deren Werten man sich identifizieren möchte. Das kostet Geld und dieses bezahlt man seitens Gazprom offensichtlich gerne.

Aber auch weitaus unbekanntere Marken müssen tief in die Tasche greifen. Gutes Beispiel hierbei die Solarbranche. Ein umkämpfter Markt, zumal jeder Name irgendwie mit Sun und ähnlichen Assoziationen zu tun. Da diese Marken im großen Sinne von der Vereinsmarke profitieren möchten, lassen sich das die Vereine auch teurer bezahlen. Manchmal zumindest.

Würde man das Spiel nun aber einmal umdrehen und ein Verein wie Augsburg hätte gerne Nike als Trikotsponsor, kann man sich selber ausrechnen, was Nike wohl dafür bezahlen würde. Böse Zungen behaupten sogar, Augsburg müsste bei der momentanen Leistung noch etwas drauf legen.

In meinen Augen ist es ein schönes Beispiel, um einmal zu vergleichen, ob und wie Marken zueinander passen und wer von wem eigentlich mehr profitiert.

 

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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