Fortuna Düsseldorf – Eine Stadt, ein Verein, 95 ole

by andre on 10. Mai 2012


Auch wenn man sich hier in Düsseldorf als Sportstadt bezeichnet, dann dauert es oftmals doch recht lange, bis der Funke auf die Bürger dieser Stadt überspringt. Und das, obwohl man viel zu bieten hat. T3 Triathlon, Marathon, Preis der Diane (Pferderennen), Golfturniere, Drachenbootrennen und und und. In diesem einen Fall kann man vielleicht schon sagen, dass der Düsseldorfer an sich ein wenig verwöhnt ist. Das ist keinesfalls negativ zu deuten, aber die Vorurteile die manche gegenüber der Stadt haben finden sich in kleinen Ecken dann doch wieder.

So wird es auch mit Sicherheit Leute geben, die gerade auf der Kö shoppen und die sich aufregen werden. Nämlich dann, wenn die Fortuna den Aufstieg schafft und sie hier auf “ihrer Einkaufsmeile” ein Autokorso machen. Das ist halt Düsseldorf, aber das macht diese Stadt auch interessant und liebenswert.

Aber seit einigen Tagen merkt man hier in Düsseldorf eine spürbare Änderung. Die Stadt spricht und steht hinter einer Mannschaft, die gerade in diesem Jahr oftmals was zu hören bekam. Nach einer famosen Hinrunde, in der scheinbar alles klappte, musste man sich durch die Rückrunde kämpfen. Das Aluminium stand das ein oder andere mal im weg und Vereine wie Greuther Fürth und Frankfurt zogen an ihm vorbei. Doch nun kriegen sie ihre Chance, den Fußball und auch die Stadt zu verändern.

Denn auch als Verein der Landeshauptstadt übernimmt man eine besondere Aufgabe. Das schöne Stadion, welches durchaus Erstliga tauglich ist. Der Rhein, der so manch einen Fan zum verweilen einladen wird. Die Menschen, die zum Teil doch recht eigen und doch sehr offen sind. Es sind die Köpfe dieser Stadt, dieser Mannschaft, dieses Vereins, die viel verkraften mussten. Vor allem sportlich. Vereine wie die DEG, bei denen man sich niemals getraut hätte, sie in Frage zu stellen. Sie alle haben mittlerweile Probleme. Auch die Fortuna blickt auf eine Vergangenheit, die man sich durchaus anders gewünscht hatte. Weit entfernt liegt die Zeit, in der Harald “Schleuder-Harry” Katemann den Ball von einer Außenlinie zur anderen warf. Oder Aleks Ristic, der zwar auch in der Saison 96/97 mit der Truppe abgestiegen ist, der aber auch ein echter Typ war.

Solche Leute brauch eine Mannschaft, ein Verein. Und seitens der Fortuna ist man nun auf dem besten Weg, genau solche Leute auf die nächste Stufe zu heben. Lumpi und wie sie alle heißen tragen die Hoffnung einer Stadt auf ihren Schultern. Und mit dem Aufstieg würde nicht nur der Verein und die Stadt profitieren, sondern auch alle die anderen Vereine der Stadt. Der Sport bekäme noch einen anderen Stellenwert.

Auch als nicht eingefleischter Fortuna Fan, aber als Bewohner der Stadt, bin ich natürlich Sympathisant von diesem Verein. Und was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden.

Ich drück ihnen auf jeden Fall die Daumen und hoffe, dass Rehakles nächstes Jahr in der zweiten Liga mauert.

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(@paetzel) (@paetzel)
10. Mai 2012 um 10:04
Daniel Höpker (@daniel_hoepker)
10. Mai 2012 um 11:47

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