Goldcorp – Wie Linux die Goldgräber rettete

By | 27. Juni 2012

Red Lake, Ontario. Hier befindet sich eine der reichsten Goldminen der Welt. Aber das war nicht immer so. Zwischen 1996 und 2000 gab es in dieser Miene einen riesigen Streik. Zwar gab es auf den 22.000 Hektar noch genügend Goldvorräte, doch die Forscher konnten die genaue Lage nicht bestimmen. Die Zeit wurde knapper und in der Geschäftsführung diskutierte man schon über die Schließung des Standortes.

Der CEO Rob McEwen löste damals den Streik aus. Er bot seinen Mitarbeitern neue Verträge an, bei denen sie aber durchaus weniger verdienen sollten als vorher. Jedoch war er es auch, der die Goldmiene rettete.

Nachdem er an dem  Massachusetts Institute of Technology einen Vortrag über das Betriebssystem Linux gehört hatte, kam ihm eine Idee. Er entschloss sich dazu, dass gesamte Forschungsmaterial (400mb), der Welt zur Verfügung zu stellen. Und nicht nur das. Er bot den Forschern draußen in der Welt sogar ein Preisgeld von 575.000 Dollar an, wenn sie ihm Orte nennen können, wo sie neues Gold fördern könnten.  6 Millionen Unzen waren das Ziel.

Von den 110 durch den Wettbewerb identifizierten Punkten, versprachen 80 % Gold in substanziellen Mengen und brachten der Goldcorp Funde von insgesamt 8 Millionen Unzen seit Beginn der Ausschreibung. Noch dazu ist zu erwähnen, dass 50% der eingereichten Vorschläge, den eigenen Mitarbeitern noch nicht einmal aufgefallen sind.

Aus einem damals 100 Millionen Dollar Unternehmen, wurde über die Jahre ein 9 Milliarden Dollar Imperium. Und auch die Investoren freuten sich. Denn wer 1993 noch 100 Dollar investierte, erhielt nach der Aktion ca 3000 Dollar.

Seitdem richtet man sich auch gezielt auf die Bedürfnisse der Online Welt und Hobbyforscher aus. Die Website bietet beispielsweise eine Vielzahl an unterschiedlichen Zugängen, um mit der Company in Kontakt zu treten. So ist es durchaus möglich, sich neue Materialien liefern zu lassen, um selber ein Teil der Schatzsuche zu werden.

Das Beispiel stammt aus dem Buch von Don Tapscott, How mass Collaboration changes everything. Es ist zwar schon älter, aber ich persönlich finde es wirklich lesenswert. Es zeigt viele Beispiele aus dem Bereich des kollaborativen Arbeitens (wikinomics).

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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