Canon Eos 5D Mark II vs. Samsung NX 1000

By | 20. August 2012

Vorab sei mir gleich ein Hinweis an die Fotofreunde gestattet. Ja ich weiß, die folgenden Bilder lassen keinen 100% Vergleich über die Bildqualität zu. Und ja, DSLR und Systemkamera kann man nicht mal so eben vergleichen. Das sind komplett unterschiedliche Welten.

Trotzdem vergleiche ich sie mal miteinander für Euch.

Wie jedes Jahr, hat jeder von uns zumindest einmal im Jahr das Glück, sich den Kopf über ein Geschenk zu zerbrechen. Auch wenn es bei mir noch wenige Woche hin ist, habe ich mich vor einiger Zeit schon damit befasst. Wer neben Logolook zum Beispiel auch meine Fotoserie auf apaetzel.com verfolgt, der wird wissen, dass die Fotografie mich schon ein wenig länger begleitet. Angefangen mit der 40D über die 50D, habe ich mir letztes Jahr dann endlich einen Traum erfüllen können und mir eine Vollformat zu gelegt. Seit dieser Zeit darf ich eine 5D Mark II in meiner Fototasche begrüßen. Aber mit der 5D Mark II, die ich keinesfalls mehr missen möchte, kamen auch noch ein paar andere Fotodinge dazu. Fotofreunde wissen wovon ich rede. Ein neues Stativ, ein Blitz, ein Objektiv. Schnell ist die Tasche voll und man überlegt von Tour zu Tour, was nehme ich denn nun alles mit. Letztlich nimmt man doch alles mit auf die Tour, auch wenn man es gar nicht braucht.

Aber leider gibt es immer wieder Momente, da nimmt man die Kamera doch nicht mit. Und dann passiert es. Denn das eine Bild hätte mich mit Sicherheit berühmt gemacht. Noch nie zuvor hat ein menschliches Auge so etwas gesehen. Und es wird es auch nicht sehen, denn ich hatte ja keine Kamera dabei. Und da ich dieser Gefahr nicht mehr ausgesetzt sein wollte, entschied ich mich dazu, mir noch etwas kleines handliches zu besorgen / besorgen zu lassen.

Und mit der Samsung ev-nx 1000 landete eine Kamera in meiner Fototasche, über die ich schon einiges gelesen habe und mir seitens des Verkäufers auch wärmstens empfohlen wurde. Denn pünktlich zur bevorstehenden Photokina, schlafen die Hersteller natürlich nicht. Die NX 1000 ist das kleinste Modell aus der neuen Samsung Serie. Daneben gibt es unter anderem auch noch eine NX 20, oder auch eine NX 200.
Das besondere an all dieses Modellen. Es handelt sich hier um sogenannte Systemkameras. Auch bei einer Systemkamera bietet sich die Möglichkeit, Objektive zu tauschen oder Aufsteckblitze zu verwenden. Das Zubehör-Angebot ist reichhaltig. Jedoch besitzt eine Systemkamera nicht den klassischen Spiegel, wie man ihn aus der Spiegelreflex kennt. Das spart Platz, Gewicht und ist bei weitem nicht so wartungsintensiv.

Die NX 1000 gefiel mir vor allem durch die Kompaktheit und durch das sehr leichte Gehäuse. Aber nicht nur die äußeren Werte, sondern auch die inneren Werte überzeugten mich.
Die NX 1000 bietet einen APS-C-Sensor mit 20,3 MP. (Auch wenn ich die 20,3 fast nie brauche) Neben des sehr guten Sensors, den man unter anderem auch in einigen Spiegelreflexkameras findet, gibt es aber auch noch eine Vielzahl anderer Dinge. So hat der Nutzer unter anderem auch die Möglichkeit, Videos in Full HD und 1080p aufzuzeichnen. Wie ihr oben auf dem Bild sehen könnt, habe ich mir auch gleich noch ein externes Mikro dazu gekauft.
Bei dem Mikro kann man zwischen 2 Modi unterscheiden. “Zoom” und “Wide”. Sollte man zum Beispiel “Zoom” eingestellt haben, verändert sich auch der räumliche Klang, sobald man zoomt. Die Stimme wird sozusagen “näher ran geholt”.  Stellt man es dagegen auf “Wide” ein, so ist es ein wesentlich räumlicherer Klang. Da ich mich bei meiner Objektivauswahl für eine 20mm 2.8 Festbrennweite entschieden habe, wird das wohl meine Standardeinstellung bleiben.

Aber nun habe ich schon so viel über “unwesentliche” Aspekte geschrieben und die Frage bleibt, wie sehen denn nun die Bilder aus?

Wie bereits erwähnt, habe ich erst einmal nur 2 Schnappschüsse gemacht. Externen Blitz drauf (auch im Lieferumfang), andere Kamera auf den Tisch und los.

 

 

 

 

 

 
(Die Bilder wurden sehr stark komprimiert, daher rauschen sie ein wenig stark in den dunklen Bereichen) Die Bilder können sich in meinen Augen durchaus sehen lassen. Hier wurde auch bis dato nichts nachbearbeitet, auch wenn das zweite Bild ein wenig hell geworden ist.

Die Bilder wurden alle mit kleiner Blende (2.8) fotografiert, wodurch es nur einen “kleinen” Schärfeverlauf gibt.

Natürlich muss man sich am Anfang auch erst ein wenig vertraut machen. Denn und das ist glaube ich nicht nur gefühlt so, die NX 1000 hat im Gegensatz zur 5D Mark 2 noch mal einige Einstellungsmöglichkeiten mehr. Ich habe nur schnell zugesehen, dass ich möglichst viel von dem Gimmick ausschalten kann. Denn neben unzähligen Motivprogrammen, die diese Einsteigerkameras ja immer haben, kann man auch während des fotografierens, noch ziemlich viel am Bild verpfuschen. So wundert man sich anfangs,warum die Kamera einfach nicht die Belichtungseinstellung halten will. Aber ein kleiner Blick ins Menu schafft Abhilfe.

Die Menuführung an sich ist in meinen Augen auch gut gelungen. Über die sogenannte “fn” Taste auf der Rückseite, kann der Nutzer gleich eine Schnellauswahl tätigen. Außerdem sind natürlich noch die wichtigsten Knöpfe wie Review, Papierkorb, Videoaufnahme und und und verfügbar.

Was mir aber direkt auffiel war der Punkt, dass die Kamera unheimlich schnell warm wird. Im Griff verbirgt ich nämlich der Akku. Und da leider nur die große Schwester / große Bruder mit einem Aluminiumgehäuse ausgestattet ist, spürt man hier direkt, dass ordentlich Strom verbraucht wird. Auch die SD Karte muss ordentlich arbeiten und man sollte gleich überlegen, sich eine Karte mit mindestens 30mb pro Sekunde zu kaufen. Denn 30mb hat zum Beispiel ein Bild im RAW Modus und 20 Mio Pixeln.

Alles in allem gefällt mir die Kamera auf den ersten Blick aber wirklich sehr sehr gut.

Und für alle Schnäppchenjäger noch ein Tipp.

Normalerweise ist die Kamera mit 599€ bei Saturn in Düsseldorf auf der Königsallee ausgezeichnet. Bis Ende der Woche gibt es aber eine Aktion (vorbereitend auf die Photokina). Wenn ihr einen Verkäufer ansprecht (keine Angst, sie werden euch die Kamera eh empfehlen), bekommt ihr die Kamera bis Ende der Woche für 399€. Daher habe ich mir dann auch gleich ein Objektiv noch dazu gekauft. Bei Amazon soll die Kamera zum Beispiel 529€ kosten. Wie man uns sagte, führt Samsung aber wohl gerade eine Cashback Aktion mit einigen ausgewählten Händlern durch, um noch ein wenig den Absatz vor den Fotomessen zu steigern. So wollte der Verkäufer auch tunlichst nicht darauf eingehen und uns eine andere Kamera zeigen.

Mein Fazit bis dato:
Bisher hat mich die Kamera voll überzeugt. Sowohl die Bildqualität, als auch die Videos sind qualitativ wirklich gut. Natürlich werde ich in den kommenden Wochen noch mal ab und an ein Bild vergleichen und euch auch hier einstellen. Aber ein wenig hoffe ich ja schon, dass man noch einen Unterschied erkennt. Schließlich hat die andere Kamera gleich mal ein vielfaches gekostet. Auf jeden Fall weiß ich aber, dass mich diese Kamera zukünftig noch häufiger begleiten wird, als meine 5D Mark 2. Auch wenn es damit doch wesentlich mehr Freude macht, zu fotografieren. Aber mein Rücken wird es mir danken.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
---
Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

3 thoughts on “Canon Eos 5D Mark II vs. Samsung NX 1000

  1. Pingback: André Paetzel (@paetzel)

  2. Pingback: André Paetzel (@paetzel)

  3. Pingback: Wifi Fotosharing - Samsung NX 1000 und MobileLink

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *