Hätte mir vor 3 -4 Jahren jemand erzählt, dass ich irgendwann mal Golf spielen würde, dann hätte ich das mit großer Sicherheit ausgeschlossen. Alles, aber nicht Golf. Zu teuer, zu viele Vorurteile und so alt bin ich doch noch gar nicht. Dann ging es jedoch ganz schnell. Einmal Driving Range und schon war ich vom Golfvirus infiziert. Und er hält zumindest bis heute an.Viel meiner freien Zeit verbringe ich auf der Runde oder tausche mich mit Kollegen über Woods und die Welt aus. Und wenn man dann so über Golf spricht, dann gibt es ein Event, an dem kommt man einfach nicht vorbei. Vor allem dann wenn man meint, dass Golf ein stiller, unemotionaler Sport sei. Denn bei diesem Event säumen tausende Menschen die unterschiedlichen Löcher des Golfplatzes.
Die Rede ist vom Ryder Cup.
Die 39. Auflage des prestigeträchtigen Kontinentalvergleichs der besten Golfspieler aus Europa und den USA findet ab dem 28.9.2012 in der Nähe von Chicago, genauer gesagt, in Medinah, statt.
Benannt wurde das Turnier nach dem Golffan Samuel Ryder, der Pokal und einen Geldpreis für das neue Turnier stiftete, fand der Ryder Cup erstmals 1927 nur zwischen Golfern aus den USA und dem Großbritannien statt. Da man jedoch feststellte, dass Großbritannien alleine kaum paroli bieten konnte, entschied man sich ab 1979 dafür, dass Spieler aus ganz Europa gegen die USA antreten durfte. Fortan wurde es ausgeglichener und die USA hat das ein oder andere mal das Nachsehen. Aber wer darf eigentlich mitspielen?
Jedes Team stellt zwölf Spieler, die Qualifikation erfolgt hauptsächlich über die “Moneylists” der PGA und der European/World Tour. In der Regel qualifizieren sich 8 – 10 Spieler über die relevanten Listen, für die restlich freien Plätze erhält der Captain Wildcards (Captain Picks). Martin Kaymer, der bekannteste deutsche Golfprofi, qualifizierte sich dieses Jahr als 10 für das Turnier. Noch mal Glück gehabt, lief die Saison bisher doch nicht so wie er es sich eigentlich vorgestellt hat. Als ehemals Nummer 1 der Welt rutschte er nu sogar aus der Top 10 der Weltrangliste. Im Gegensatz zu den sonst üblichen professionellen Golfturnieren wird der Ryder Cup im “Matchplay” (Mann-gegen-Mann) Modus gespielt. Es werden in drei Tage (Fr./Sa./So.) 28 Partien über 18 Loch gespielt.
Aber nicht nur sportlich, sondern auch medial sorgt das Turnier für Aufsehen.
Vor 2 Jahren wurde dann auch die Netzgemeinde ziemlich aufmerksam auf dieses Event. Denn es ging durch die Medien, dass die Kapitäne der beiden Teams ihren Spielern Twitter Verbot erteilt haben. Ob es dieses Verbot dieses Jahr auch wieder gibt? Ich glaube nicht, habe zumindest nichts davon gelesen. Und so stimmen sich auch die Spieler schon einmal mit ihren Fans auf das Event ein.
Bubba Watson, einer der bekanntesten Golfer in den USA, versorgt daher auch schon einmal seine Fans mit einigen Informationen.
Der Ryder Cup ist für jeden Spieler ein wahres Highlight. Man darf gespannt sein, wie sich der Titelverteidiger, das europäische Team auf amerikanischen Boden schlägt. Auf beiden Seiten redet man von den besten Teams aller Zeiten. Wobei, das tat man auch schon vor 2, 4 und 6 Jahren. Zumindest wenn man sich die Berichte von dann ansieht.
Ich persönlich kann nur jedem interessierten empfehlen, einfach mal einzuschalten. Und anbei auch mal eine kleine Abstimmung vom Finaltag von vor 2 Jahren.



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