Erfahrungsbericht: Mobilfunk-Service in Zeiten der Drehscheibe

By | 5. November 2012

Stellen sie sich einmal folgendes Szenario vor. Es geht um einen großen Mobilfunkkonzern.

Bei der Gründung einer Firma kommen viele Dinge auf einen zu. Da spielt zum Beispiel die USt-ID-Nummer eine wichtige Rolle, ohne die sie keine Rechnungen schreiben dürfen. Oder Stühle, die sie einfach brauchen, um bequem arbeiten zu können. Aber selbst wenn es mal hier und da ein wenig länger dauert, haben wir doch noch alles hinbekommen.
Anders aber bei dem Thema Mobilfunk. Hier dauert es schon gut und gerne 2 Jahre und wir fangen wieder einmal bei null an.

Aber zurück auf der Drehscheibe. Beginnen wir ganz vorne.

Es war ein kalter, dunkler Abend, an dem wir das erste mal zusammen gesessen haben. Viele Tarife und Möglichkeiten wurden uns aufgezeigt. Doch eigentlich wollten wir nur telefonieren und kostengünstig surfen.
Es dauerte gut 3 Wochen, bis wir für 2 Mobilfunkverträge und 1 Festnetzvertrag ein Angebot bekamen.

“Ach, sie wollten ihre Rufnummer behalten? Das hätten sie doch sagen müssen”

Nachdem wir dann irgendwann unsere Geräte bekamen, konnten wir immer noch nicht telefonieren. In der Hotline teilte man uns mit, dass wir ja gar keine Simkarte geordert haben.

“Ne, selbstverständlich ist das nicht.” Stimmt, früher haben wir ja auch immer ohne Karte telefoniert.

Fortan sollte es mit den Kuriositäten weitergehen, die bis heute nicht aufhören sollten.

Ein weiterer großer Baustein war die richtige Zustellung der Rechnungen. Denn sie wurden, auch nach mehrmaligen Hinweisen, nach knapp einem Jahr immer noch an die falsche Adresse geschickt. Für uns hieß das, dass wir alleine am Jahresende 2011 alle Rechnungen neu anfordern mussten. Denn das Finanzamt erkennt eine handschriftliche Änderung, die seitens des Anbieters erfolgte leider nicht an.

Also noch einmal alles raussuchen und neu beantragen. Man hat ja sonst nichts zu tun. In der Zwischenzeit wechselten 3x unsere Ansprechpartner und wir hingen eine gefühlte Ewigkeit in der Warteschleife. So wie gerade auch.
Und das Thema richtige Adresse sollte weitergehen.

Nach mehrmaligen Telefonaten und schriftlichen Aufforderungen wurde uns nach 20 Monaten das erste mal eine Rechnung richtig zugestellt. Ganz ohne einen Umweg. Auf direktem Weg, zur richtigen Adresse.

Geschafft. Dachten wir.

Nun waren knapp 2 Jahre vergangen und neue Geräte wurden geordert. Um die Adresse kümmerten wir uns nicht mehr. Ein Fehler.

5 Wochen nach der Bestellung fragten wir bei unserem Anbieter nach, wo denn die Geräte sind. Wir bekamen eine Nummer für die Sendungsverfolgung.

Nach kurzer Eingabe.

“Ihre Sendung konnte aufgrund einer falschen Lieferung nicht zugestellt werden”

Wir wendeten uns wieder einmal an unseren Ansprechpartner. Leider konnte man uns nicht weiterhelfen und bat uns darum, einmal den Zusteller zu kontaktieren. Das taten wir auch. Hier wurde uns mitgeteilt, dass die Geräte mittlerweile an den Hersteller zurück geschickt wurden.
Nun gut, wir kontaktierten wieder einmal unseren Anbieter.

“Wie, das ist aber komisch, da muss wohl ein Fehler passiert sein.”

Doch eine Lösung hatte man leider trotzdem nicht für uns. Nach 5 unterschiedlichen Telefonnummern und 6 unterschiedlichen Ansprechpartnern ist man also leider immer noch nicht schlauer. Allerdings rief der Herr vom Zusteller noch zurück. Er konnte in der Zwischenzeit noch die Adresse in Erfahrung bringen, die ihnen von dem Mobilfunkanbieter übermittelt wurde. Und, welch ein Wunder, es war wieder einmal die Falsche.

Auch die Dame aus dem Support meldete sich noch einmal. Sie erklärte, dass wir ja nicht alle Adresse geändert hätten.
Darauf hätten wir doch hinweisen müssen. Denn schließlich haben wir nur darum gebeten, die Rechnungen richtig zu zustellen und nicht die Hardware.

“Entschuldigen sie, bei uns wurden nur 2 von 3 Adressen geändert”

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

2 thoughts on “Erfahrungsbericht: Mobilfunk-Service in Zeiten der Drehscheibe

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