Buschmann vs Paulke – Sportkommentatoren und die Chancen des Webs

By | 31. Dezember 2012

Das spielt tröpfelt mal wieder vor sich hin. Torchancen sucht man vergeblich. Und der Kommentator? Hör mir auf. Auf Twitter geht es schon seid Spielbeginn rund. Wie kann man den nur an das Mikro lassen.

Schnell umgeschaltet.

ONE HUNDRED AND EIGHTYYYYYYYYYYYYYYY

Der Moderator ist aus dem Häuschen. “Noch immer hat er die Chance zum Neundarter. Nun noch einmal das Tripple und das das Doppel.
Da isses, unfassbar und wir dürfen live dabei sein”.

Der Sport lebt durch seine Emotion. Ist die Produktqualität schlecht, so hat es auch der Kommentator schwer. Aber es bieten sich mittlerweile Möglichkeiten, wo Kommentatoren sich ganz neue Spielfelder eröffnen. Ich habe mir mal zwei deutsche Beispiele rausgesucht, die gerade durch die momentane Berichterstattung sehr bekannt geworden sind. Zumindest im Netz.

Zum einen Buschi, den der ein oder andere auch schon von den Schlag den Raab Übertragungen, oder vom Fußball und Basketball kennt. Der andere Herr, der vor wenigen Tagen aber gerade mal ca. 3000 “gefällt-mir-klicker” auf Facebook hatte, ist da aber weitaus weniger bekannt. Elmar Paulke, Mr Darts. Er kommentiert auf Sport 1 die Übertragungen, wenn wohlgenährte Herren, vor gut geölten Stimmen, kleine spitze Pfeile auf eine Scheibe werfen.

Aber nun soll es gar nicht darum gehen, wie sie die Veranstaltungen kommentieren, sondern viel mehr, wie sie für sich gelernt haben, das Web zu nutzen. Während Kollegen sich noch immer davor scheuen, sich in die digitale Welt zu bewegen, bewerben die erwähnten Herren während der Übertragung Bücher, gehen auf Fragen der Fans ein, zeigen wie es hinter den Kulissen aussieht und wie hübsch doch die Dame in der Maske ist.

Dinge, von denen man als “einfacher Betrachter” so nichts erfährt. Manch einer möchte das vielleicht auch nicht? Gut, aber dann brauch er ihnen ja auch nicht folgen.

Für alle anderen scheint es ja ein Mehrwert zu sein. Gerade dann, wenn Fernsehen alleine nicht mehr ausreicht. Daher einmal 5 Punkte von denen ich glaube, dass sie in der Zukunft noch eine weitaus größere Bedeutung bekommen werden.

 

1. BINDUNG

Bindung ist das A und O. Je vertrauter die Bindung, desto besser kann ich mit den Menschen kommunizieren. Und auch in thematisch “armen” Zeiten finde ich Ansatzpunkte und Wege, neue Themen- und Interessensfelder zu schaffen

2. AKTUALITÄT / SCHNELLIGKEIT

Schneller kann man kaum auf Wünsche und Anregungen der Zuschauer eingehen. “Sag doch noch mal bitte, wie schwer die Pfeile von Phil Tayler sind.” Natürlich bedarf es eines Monitorings. Aber habe ich es gesehen und ihm die Antwort gegeben, kann ich ihm auch gleich die Pfeile anbieten.

3. TRANSPARENZ

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Auch der Kommentator kann von seiner Tribüne nicht alles gleich erkennen. Das weiß der Zuschauer aber erst dann, wenn er mal sieht, wo er sitzt. Ach doch nicht gleich am Spielfeldrand. Zukünftig liegt es auch in den Händen der Kommentaren, den Fans zu vermitteln, dass es auch Fehlentscheidungen geben darf. Auch wenn sie schmerzhaft sind.

4. OFFENHEIT

Auch wenn man ab und an das Gefühl bekommen könnte, der Kommentator meint, er wäre “allwissend”. Wenn er sich seine Kommentare auf Facebook mal anschaut, dann wird er sehen, dass es mitunter auch Fans gibt, die sich noch besser oder genauso gut auskennen. Vielleicht können diese aber nicht so schön reden und sind daher besser kein Kommentator geworden. Aber warum nicht auch mal vom Fans was lernen?

5. INNOVATION

Die Sender und Personen müssen neue Wege gehen, um auf die Bedürfnisse der Konsumenten einzugehen. So wird man in der Zukunft noch weiter schauen müssen, welche Zugänge man dem Fan bietet. Aus meiner Sicht gab es schon tolle Dinge, die dieses Jahr gemacht wurden und ich denke, wir werden auch noch den ein oder anderen Hangout im nächsten Jahr sehen dürfen.

 

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andre
Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich sowohl als Assistent von Frank Dopheide (Inhaber), als auch für den Bereich Neue Medien zuständig gewesen. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe.
Seit 1.6.2015 bin ich nun als Leiter Digitale Markenführung bei AKOM360 beschäftigt.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus. Mein Wissen vertiefte ich Tag für Tag bei der Markenberatung "Deutsche Markenarbeit", die sich vor allem auf Markenanalysen und Markenstrategien spezialisiert hat.

2 thoughts on “Buschmann vs Paulke – Sportkommentatoren und die Chancen des Webs

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