Callaway und die Big Bertha

By | 21. März 2014

CALLAWAY GOLF COMPANY

Wer überlegt, mit dem Golf spielen anzufangen, der wird an einer Marke und einem Produkt nicht vorbeikommen. Denn spätestens am ersten Abschlag werden sie gefragt werden

“Und, hast du auch deine Big Bertha dabei.”

Man könnte fast sagen, dass die Big Bertha Synonym für alle Driver ist. Jeder kennt sie und fast jeder hatte mal eine von ihr. Doch was hat es mit ihr auf sich und wer steckt eigentlich dahinter? Die Callaway Golf Company ist ein börsennotiertes, US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Carlsbad, Kalifornien. Rund 3000 Mitarbeiter entwickeln und produzieren hier Golf Equipment.

Mittlerweile erzielt man bei Callaway einen Umsatz von rund 1,1 Mrd US Dollar. Wenn man sich die Marke so anschaut, könnte man denken, sie habe eine große Tradition hinter sich. Doch während wir in den Markengeschichten oftmals mehrere Jahrzehnte zurückblicken, ist der Weg in der Vergangenheit bei Callaway gar nicht so weit.

Die Firma wurde 1982 vom damals 63-jährigen Ely Callaway gegründet. Für 400.000 US Dollar kaufte er die Hälfte der Firma Hickory Stick Ltd. Hickory Stick hatte zu dieser zeit eine äußerst innovative Idee. Sie produzierten nämlich Schläger aus Stahl und  verstärkten sie mit besondererem Hickory-Holz.

SANYO DIGITAL CAMERA

Quelle: clubsofdistinction.com

Nachdem er das Unternehmen komplett übernahm wuchs es rasant schnell. Bereits 1996 galt Callaway als weltweit größter Hersteller von Golfausrüstung.

Der Durchbruch gelang Callaway mit der Hölzerserie “Big Bertha”. Sie wurde 1990 eingeführt und erhielt ihren Namen von dem deutschen “Haubitzen-Geschoss” Dicke-Bertha.

big bertha driver

 

Wie man unschwer erkennen kann, hat sich die Big Bertha im laufe der Zeit etwas verändert. Rechts sehen wir zum Beispiel den Driver, der dieses Jahr nach einiger Zeit Abstinenz wieder eingeführt wurde. Auf den Namen kam der Gründer damals, weil die Big Bertha zu dieser Zeit eines der wenigen Hölzer war, das nicht aus Holz bestand. Sie bestand nämlich wie die “Deutsche-Haubitze” aus Stahl. Zudem war sie mit 190 cm3 für damalige Verhältnisse ungewöhnlich groß.

Um das Logo von Callaway ranken sich einige Mythen. Zum einen ist da das Bildzeichen, das sogenannte “Chevron” welches unter dem Schriftzug genutzt wird. In manchen Foren kann man lesen, dass es angeblich ein “V” für “Victory” sein soll. Doch das “Old English Callaway logo” schlägt eine ganz andere Richtung ein. Wörtlich übersetzt bedeutet Chevron “Winkel”. Diesen Winkel führte man bei Callaway erstmals 2002 ein.

Über einen wirklichen Bezug und was die Aussage für die Marke sein soll, findet man aber relativ wenig. Es scheint jedoch so, als wollte man einfach ein Bildzeichen haben, was auch einen schönen Eindruck auf den Golfbällen macht.

 

Quellen: The History of Callaway Golf

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
---
Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

One thought on “Callaway und die Big Bertha

  1. Pingback: André Paetzel (@paetzel)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *