Exxon mit doppel x von Raymond Loewy

By | 24. März 2014

Exxon_Logo
25 Jahre ist es nun schon her. Darum wundert es nicht, dass einige große Medien die Geschichte in den letzten Tagen / Stunden noch einmal aufgegriffen haben.

Als würde eine Marke wie Exxon nicht schon genug polarisieren. Heute vor 25 Jahren, am 24 März 1989 lief die Exxon Valdez, ein Öltanker, vor Alaska auf ein Riff. Der Kapitän, der das Schiff steuerte lag zu dieser Zeit betrunken in seiner Kabine.
Die Fahrlässigkeit der Besatzung und das austretende Öl lösten die größte Umweltkatastrophe der Seefahrt aus.

Die Exxon Valdez wurde 1985/1986 unter der Baunummer 438 auf der National Steel & Shipbuilding Corporation für den US-amerikanischen Ölkonzern ExxonMobil gebaut und im Dezember 1986 übergeben. Jedoch wurden die Schiffe damals nur mit einem “Einwand-System” gebaut. Heute zum Beispiel dürfen US-Häfen nur noch von Schiffen mit einem “Doppelwand-System” angelaufen werden. Auch in Europa ist diese Sicherheitsmaßnahme mittlerweile in Kraft getreten. Wer die gesamte tragische Geschichte dazu lesen möchte, findet beim Handelsblatt einen interessanten und nachdenklichen Bericht.

Das Logo von Exxon, mit welchen viele das Unglück assoziieren hat seinen Ursprung wesentlich früher.

Auch wenn man es im ersten Augenblick gar nicht glaubt, so ist das “XX” im Exxon Logo eine kleine “hommage” an das Esso Logo.

Entwickelt wurde das Exxon Logo wie wir es heute kennen von keinem geringeren als Raymond Loewy. Er war es, der die Shell-Muschel entwickelt hat, die ich hier auf Logolook schon einmal vorgestellt habe.

raymond loewy exxon

Die tatsächliche Entscheidung für das Logo, die im Jahre 1966 getroffen wurde, beruhte angeblich auf dem obigen Scribble.
Raymond Loewy sagte einmal selber dazu

“I valued the double x for its neo-subliminal memory-retention value and also for a certain similiarity to the two s´s in Esso”

Doch warum gerade Esso? Ein kleiner Blick zurück in die Unternehmensgeschichte.

1911 ordnete der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Auflösung von Standard Oil an. Als neue Firmen entstanden dadurch unter anderem die Standard Oil Company of New York, die später als Mobile firmierte, und die Standard Oil of New Jersey, die spätere Exxon.

Beide Teilfirmen wuchsen in den darauffolgenden Jahrzehnten unabhängig weiter. Die Standard Oil of New Jersey wurde unter anderem bekannt durch ihre Geschäftsbeziehungen mit der I.G. Farben und in Deutschland durch ihre Tochter Esso.

Im laufe der Zeit gab es noch einige andere Umfirmierungen. Allerdings sollte man die dann am besten noch einmal bei Esso und Mobil nachlesen, da es zu manch einer Zeit ziemlich verworren war, wer denn nun welche Anteile an der Firma gehalten hat.

Übrigens noch eine kleine Geschichte am Rande. Im Film Waterworld, wo Kevin Costner Regie führte und auch die Hauptrolle spielte, gibt es auch einen Öltanker.

Diesen Öltanker nutzten in dem Film die Piraten als Unterschlupf. Und jetzt ratet mal, wie dieser Öltanker hieß?

Und es gibt noch eine amüsante Geschichte über den CEO Rex Tillerson. Denn wie viele wissen, betreibt Exxon auch Fracking. Nun wollte man jedoch auch einen Förderturm gleich neben dem Anwesen vom besagten Exxon Chef installieren.  Wie die Geschichte ausging könnt ihr zum Beispiel hier nachlesen.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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