Golfclubs und die Chancen der digitalen Welt

By | 22. März 2014

Golfclubs wie der an der Lausward in Düsseldorf, wo ich selber spiele, haben es nicht einfach. Viele kämpfen mit sinkenden Mitgliederzahlen und der Frage, wie man denn nun neue Mitglieder gewinnt?
An Werbung im klassischen Sinne ist gar nicht zu denken. Meist versammelt man sich auf Golfmessen gleich neben der Konkurrenz. Neben denen, die auch gerade die Aufnahmegebühr gesenkt haben. Es ist und bleibt nicht einfach, vor allem, wenn man sich die heimischen Strukturen anschaut.
Selbst für Adwords anzeigen, reicht das Budget oft nicht aus. Da sind es dann eher die Hotelketten, die kombiniert zum Greenfee gleich ihre Bettenburg fühlen möchten.

Doch ein Blick auf die Suchvolumen und Adwords Preise verrät, warum manch ein Club neben mangelnden Wissen vielleicht nicht drauf setzt. Es kostet Geld und ob die Investition sich gelohnt hat, merkt man meistens erst wenn das erste Budget bei Google schlummert.

golfmitgliedschaft
gold duesseldorf golfclub duesseldorf

Doch vielleicht gibt es ja auch noch andere Wege. Wege, die nicht direkt einen hohen Budgeteinsatz, sondern primär Zeit, Wissen und Kontinuität erfordern.

Daher hab ich mir mal die frage gestellt.
Was würde ich machen, wenn ich Golfplatzbetreiber wäre?

Content is King

Vor eingen Tagen saß ich mit einer Agentur zusammen, die sich auf Inbound Marketing spezialisiert hat. Aus dem Gespräch habe ich vor allem eine Sache mitgenommen.
“Wenn du gute Inhalte generierst, finden die Leute auch zu dir.”

Problem Nummer 1. Egal welche Webseite von Golfvereinen ich mir angesehen habe. Sie generieren einfach keine guten Inhalte. Die Webseiten sind meist statisch. Das einzig dynamische was man ab und an finden kann, ist vielleicht eine Slideshow.

golfclubs duesseldorf

Nur wenige große Clubs, wie zum Beispiel der Golfclub St Leon-Rot setzen auf eine Vielzahl dynamischer Inhalte. Allerdings muss man hier auch dazu sagen, dass einige große Sponsoren hier schon den ein oder anderen Euro gezahlt haben und St Leon-Rot ein deutscher Leistungsstützpunkt ist.

Aber damit wären wir auch beim Problem Nummer 2.
Viele denken, dass Inhalte auch immer gleich mit großen Kosten einhergehen. Doch das ist nicht immer so. Außer, derjenige, der die Inhalte macht, hat einen überaus hohen Stundensatz.
So wären wir auch wieder beim Thema Inhalte und Inbound Marketing angelangt.

Ich hab den schönen Morgen dann heute einfach genutzt und habe auf meiner Golfrunde ein paar Inhalte generiert.
Was dabei zwischen den Schlägen rausgekommen ist, kann sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen.

instagram golf andrepaetzel 1

Kurz noch mit den richtigen #Tags versehen und schon kannte ich wieder zwei neue Leute aus Düsseldorf, die wohl auch ganz gerne Golf spielen. Mit einem davon werde ich vermutlich kommendes Wochende eie Runde bei uns gehen. Klingeling. Wieder 29€ mehr für den Club.

instagram golf andrepaetzel 2

Den Inhalten und Möglichkeiten sind natürlich hier keine Grenzen gesetzt. Die einzige Regel für die Clubs und Plätze lautet

Raus aus den Sekretariaten und Abschlagboxen

Golfplätze wollen erlebt werden. Ein Beispiel gefällig?

instagram golfbabes

 

Nun gut, vielleicht hat das “Content-Potenzial” nicht jeder Club zu bieten, aber die ein oder andere Schönheit lässt sich bestimmt dort finden.
Und wenn es nicht die Frauen sind, müssen es vielleicht die natürlichen Schönheiten sein, die ein Golfplatz so zu bieten hat.
Alleine für den #golfcourse gibt es rund 200.000 Ergebnisse. Warum also nicht Teil dieser Ergebnisse werden und das eigene Bild de Vereins mitgestalten?

golfcourse instagram

 

Ich würde denken, dass auch auf ihrem Kurs Tag für Tag genügend Inhalte generiert werden. warum also nicht einen eigenen #Tag definieren und die Fotos gleich mit auf die Seite einbinden.

Wäre vielleicht ein Anfang zu einem etwas modernen, digitalen und offenen Auftritt. Ihrem jungen Mitglieder würden es ihnen danken. Zugleich können sie dann neben der Platzreife auch noch einen neuen Kurs anbieten. Medienkompetenz.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

2 thoughts on “Golfclubs und die Chancen der digitalen Welt

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