Schalke 04 und seine Logo Geschichte – Glück auf

By | 25. März 2014

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Man mag es kaum glauben. Aber der Club aus “Herne West” und die Mannschaft aus “Lüdenscheid-Nord” haben mehr miteinander gemeinsam als man glaubt. Heute Abend streiten sie sich wieder im Revierderby im Dortmunder Signal Iduna Park.

Allein an Polizei und Sicherheitskosten werden heute Abend alle Rekorde übertroffen. Mehr als 1,5 Mio kostet das Spiel an Organisation und Sicherheit. Über den BVB 09 und seine Logo-Geschichte habe ich vor einiger Zeit ja schon ausführlich geschrieben. Nun werfen wir mal einen Blick auf die Knappen aus Gelsenkirchen.

Während man bei der Dortmunder Historie immer verwundert schaut, dass der Verein anfangs blau-weiße Trikots trug, blickt man bei den Gelsenkirchenern ebenfalls etwas komisch auf die Fotos der Anfangszeit. Zwar kann man das auf den Sepia Fotos nicht wirklich sehen, aber die Trikots waren alles andere als Blau und Weiß. Anfangs waren die Vereinsfarben nämlich gelb und rot. Angeblich stand ein niederländische Verein Pate, als zehn Junge Männer um ihren Anführer Willi Gies im Jahre 1904 den Sportverein Westfalia Schalke gründeten.

Quelle: Tradition.Schalke04.de

Wie viele Vereine die aus dem “Pott” stammen, sind auch die Schalker stark durch die damaligen Zechen und deren Arbeiter geprägt worden. Nicht um sonst sagt man auch gerne, dass es ein Arbeiterverein sei.  1912 schließen sich die „wilden“ Kicker als Spielabteilung dem TV Schalke 1877 an.

Die Geschichte des Vereins ist natürlich lang und bewegend. Darum empfehle ich an diesem Punkt, sich bei Interesse am besten die Historie im Webseitenbereich von tradition.schalke04.de durchzulesen. Hier findet ihr alles, was ihr zur Geschichte wissen müsst.

Zum Logo findet man allerdings etwas weniger. Daher habe ich mich mal auf Spurensuche begeben. Dabei ist mir vor allem eine Frage aus einer “Wer wird Millionär” Sendung im Kopf geblieben. Günther Jauch fragte da seinen Kandidaten,

“Welcher Buchstabe, außer dem “S”, wird im Schalke 04 Logo dargestellt?”

Ich helfe euch natürlich mal ein wenig. Der folgende Bereich des Logos war natürlich damit gemeint.

schalke 04 logo_rot
Wie man unschwer erkennen kann, lautete die Antwort “G”.

Jedoch wurde das “G” in dem Schalker Logo nicht seit Beginn der Vereinsgründung genutzt, wie man an der Entwicklung des Schalke 04 Vereinsemblems gut sehen.

Quelle: 100 Schalker Jahre. Jubiläumsbuch FC. Schalke 04

Denn erst im Jahre 1928 entschied man sich dazu, in den bestehende Logo ein “G” zu integrieren. Grund dafür war der damalige Bau der Glückauf-Kampfbahn und das entgegenkommen der Stadt Gelsenkirchen. Der Bau des Stadions war damals ein wagemutiges Unternehmen in wirtschaftlich schweren Zeiten. Manche hielten das Projekt für “größenwahnsinnig”, weil der Verein das Vorhaben weitgehend selbst finanzieren wollte.  Neben den Fans, die damals für 1 Mark Bausteine kaufen konnten, beteiligte sich auch die Stadt an dem Bauvorhaben.

Als Dank integrierte man ab diesem Zeitpunkt das “G” von Gelsenkirchen im Vereinlogo. (Quelle: schalke04.de)

Um die Person, die das Logo allerdings damals entwickelt haben soll, ranken sich die Mythen. In manch einem Fanforen vermutet man vielleicht sogar einen “alten” Profi. Auch nach Rückfrage in der Pressestelle des Vereins konnte man mir keine genaue Antwort geben. In ehemaligen Fußballer schließe ich allerdings aus. Dafür sah das erste Logo schon zu durchdacht aus :)

Doch auf eine Sache muss ich euch noch hinweisen. Wer nämlich mal im Stadion auf Schalke sein sollte und das Stadionheft in die Hand bekommt, sollte zumindest wissen, warum dieses Heft “Schalker-Kreisel” heisst.

Quelle: Schalke04.de

Quelle: Schalke04.de

Der Schalker Kreisel war nämlich eine Spielform, die in den 20er Jahren von der Ernst Kuzorra und dessen Schwager Fritz Szepan entwickelt wurde. Manch ein Gegenspieler läuft vermutlich heute noch im Kreis wenn er daran denkt.

Im modernen Fußball würde man dazu heute vermutlich auch “Tiki Taka” sagen.

 

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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