Was tun wenn´s brennt? Das airbnb “Belo” Logo

By | 26. August 2014

Airbnb's new logo has been attacked on social media. Will this cause long-term brand damage?

Zum Glück ist es schon einige Wochen her, wird vermutlich so manch einer bei airbnb sagen. Mitte Juli stellte das Unternehmen ein neues Markenzeichen vor.

„Airbnb steht für etwas Größeres als nur reisen. Wir haben uns eine Welt vorgestellt, in der du überall dazugehörst“

Doch wie das bei Bildzeichen nun mal häufig ist, ruft es unterschiedlichste Assoziationen bei den Nutzern / Verbrauchern hervor. airbnb sollte da wohl für dieses Jahr ein Extrembeispiel werden. Zumal, die Assoziation für viele nicht nur irgendwas lustiges war, sondern eine eindeutig sexuelle Konnotation darstellt.

Bei unterschiedlichsten Medien, wie zum Beispiel bbc oder thenextweb könnt ihr etwas dazu lesen. Doch was tun, wenn der Schuss nach hinten losgeht und aus gut gewollte Handlung ein Sturm der Entrüstung wird?

Für Marken heisst das nun, Stellung und Meinung zu beziehen. Zwar wird oftmals die negative Reaktion der Verbraucher wird einkalkuliert, schließlich schafft Reaktion auch Kommunikation und das neue Bild prägt sich ein, doch dies darf nur bis zu einem gewissen Maße so sein. Vor allem dann, wenn wirklich “gefährliche” Assoziationen geweckt werden, gilt es für ein Unternehmen abzuwägen, ob und wie weit meine Marke und die dahinterstehenden Produkte gefährdet sind.

Bei beispielsweise einem Kleidungsartikel Hersteller könnte eine solche Veränderung und entstandene Diskussion noch weitreichendere Folgen haben. Schließlich prangt das Logo überall auf den Kleidungsstücken und ist zu jederzeit sichtbar.

Für die Kommunikationsabteilung heisst das direktes gegensteuern und vor allem beobachten. Es gilt, möglichst schnell Dynamiken festzustellen und wie gerade beschrieben, die Auswirkungen für die Marke einzuschätzen.

1) Geschwindigkeit

Je früher ist das Problem erkenne und darauf reagieren kann, desto besser ist es. Verbreitet sich die Nachricht erst einmal im Netz, bekomme ich es kaum noch eingefangen. Ein Grund, warum es für Unternehmen wirklich wichtig sein kann, ein eigenes Blog zu haben. Die Reaktion von airbnb war mehr als löblich.

2) Reaktion

airbnb statistik

Wie ich finde, eine wunderbare Art und Weise, um mit der Kritik umzugehen. Die Aktionen der Nutzer wurden aufgenommen und in die eigene Kommunikation mit eingearbeitet.

3) Persönlichkeit

Eine viel und gerne genutzte Aussage war häufig “Der Praktikant / Die Agentur hat das Logo zu früh publiziert”. Das glaubt ihnen heute nun wirklich keiner mehr. Gehen sie offen und ehrlich mit der Kritik um und geben sie dem das Wort, dem man die größte Präsenz zu spricht. Unternehmen wir Domino Pizza haben in Zeiten der Krisenkommunikation sogar schon extra ihren CEO wach geklingelt, um in der Nacht noch ein YouTube Video zu produzieren.

4) Sachlichkeit

Eine große Gefahr ist die Emotionalität. Viel des Spotts kann schnell als Provokation gedeutet werden. Hier sollte man tunlichst vermeiden, sich auf diese Stufe zu begeben. Die Kunst ist es, genau in dieser Situation sachlich zu bleiben und mit Argumenten zu punkten. Auch Fehler anzuerkennen und zuzugeben kann wahre Wunder bewirken und Diskussionen lenken.

5) Plan B entwickeln

Eine ganzheitliche Strategie ist das Fundament jeglicher Krisen-PR. Diese umfasst zunächst ein umfangreiches Echtzeit-Monitoring, so dass man Krisenherde schon sehr früh identifizieren kann. Hinzu kommen unterschiedlichste Ableitungen und Maßnahmen, die im Fall der Fälle nicht noch intern diskutiert werden müssen.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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