Darts, AllyPally und das Social Web

By | 1. Januar 2015

Vor etwas mehr als 2 Jahren, genauer gesagt gestern vor 2 Jahren saß ich auch auf der Couch und habe mir auf Sport1 Darts angeschaut.
Parallel dazu schrieb ich an dem Blogartikel “Buschmann vs Paulke – Sportkommentatoren und die Chancen des Webs

buschmann_paulke

Frank Buschmann hatte damls rund 36.000 “Gefällt mir” Angaben auf Facebook und einige tausend Follower auf Twitter. Elmar “Mr Darts” Paulke stand zu dieser Zeit bei knapp 22.000 “Gefällt mir” Angaben und hatte auch auf Twitter die Maschine angeworfen.

Heute ist das Bild ein anderes. Frank Buschmann versammelt auf Facebook mittlerweile fast 300.000 Menschen hinter sich. Auf Twitter sind es knapp 60.000. Er hat ein Buch geschrieben und ist mehr gefragt denn je. Auch bei Elmar Paulke hat sich die Gefolgschaft mehr als positiv entwickelt.

Elmar Paulke am 01.01.2015 auf Facebook

Elmar Paulke am 01.01.2015 auf Facebook

Rund 60.000 Menschen und eine Interaktion, von der manch ein Social Media Manager in den Unternehmen nur träumen kann.
Die Verbindung von TV und Sozialen Netzwerken findet hier nicht nur statt, sondern sie wird gelebt. Während manch einer denkt, die Verbindung wäre durch die Einbindung eines Newsstreams vollzogen, zeigt Paulke, wie man über und mit diversen Kanälen interagieren kann.
Während er gerade noch sein Buch bewirbt, postet er auf Twitter schnell ein Foto und geht auf die Fragen von Facebook ein.

Und ich bin fester Überzeugung, dass sich diese Interaktion auch bei den Einschaltquoten auswirkt. Schon in den letzten beiden Jahren lagen die Einschaltquoten an den Finaltagen bei 600.000 bis 650.000 (2012 // 2013) . Auch in diesem Jahr liegen die Einschaltquoten bei den Viertelfinalspielen schon auf gleichem Niveau.

ONE HUNDRED AND EIGHTYYYYYYYYYYYYYYY

Denn dieser Sport hat etwas virales, das sich wunderbar im Netz verbreiten lässt. Die PDC, Professional Darts Corporation, verfolgt das Spiel live in der Halle.

PDC Twitter Account 01.01.2015

PDC Twitter Account 01.01.2015

Auch Moderatoren wie Paulke nutzen den Kanal, um vor allem in Werbepausen die Fans in den Streams zu informieren. Parallel wird man noch dazu aufgefordert, gleich via Whats App Videos aus dem heimischen Wohnzimmer einzusenden.

Leute wie Buschmann, Paulke und Co haben den Nutzen in diesen Netzwerken gefunden. Und das zahlt sich auch für den Arbeitgeber, in diesem Fall die Marke Sport1 aus. Für mich zeigen diese “Nischenformate”, was Unterhaltung heute schon erreichen kann. Ich, der Zuschauer, der mittlerweile zum Nutzer geworden ist, bin Teil des Formats. Ich bestimme was ich sehen oder lesen möchte.

Anbei gibt es auch noch einmal die Punkte die ich schon vor 2 Jahren aufgelistet habe. Wer das Web für sich nutzen möchte, sollte den ein oder anderen Punkt davon vielleicht befolgen.

1. BINDUNG

Bindung ist das A und O. Je vertrauter die Bindung, desto besser kann ich mit den Menschen kommunizieren. Und auch in thematisch “armen” Zeiten finde ich Ansatzpunkte und Wege, neue Themen- und Interessensfelder zu schaffen

2. AKTUALITÄT / SCHNELLIGKEIT

Schneller kann man kaum auf Wünsche und Anregungen der Zuschauer eingehen. “Sag doch noch mal bitte, wie schwer die Pfeile von Phil Tayler sind.” Natürlich bedarf es eines Monitorings. Aber habe ich es gesehen und ihm die Antwort gegeben, kann ich ihm auch gleich die Pfeile anbieten.

3. TRANSPARENZ

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Auch der Kommentator kann von seiner Tribüne nicht alles gleich erkennen. Das weiß der Zuschauer aber erst dann, wenn er mal sieht, wo er sitzt. Ach doch nicht gleich am Spielfeldrand. Zukünftig liegt es auch in den Händen der Kommentaren, den Fans zu vermitteln, dass es auch Fehlentscheidungen geben darf. Auch wenn sie schmerzhaft sind.

4. OFFENHEIT

Auch wenn man ab und an das Gefühl bekommen könnte, der Kommentator meint, er wäre “allwissend”. Wenn er sich seine Kommentare auf Facebook mal anschaut, dann wird er sehen, dass es mitunter auch Fans gibt, die sich noch besser oder genauso gut auskennen. Vielleicht können diese aber nicht so schön reden und sind daher besser kein Kommentator geworden. Aber warum nicht auch mal vom Fans was lernen?

5. INNOVATION

Die Sender und Personen müssen neue Wege gehen, um auf die Bedürfnisse der Konsumenten einzugehen. So wird man in der Zukunft noch weiter schauen müssen, welche Zugänge man dem Fan bietet. Aus meiner Sicht gab es schon tolle Dinge, die dieses Jahr gemacht wurden und ich denke, wir werden auch noch den ein oder anderen Hangout im nächsten Jahr sehen dürfen.

 

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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