Darts – Das Golf der Arbeiterklasse

By | 2. Januar 2015
Die Logos der Dartpros

Die Logos der Dartpros

Sie heißen Phil “The Power” Tayler, Adrian “Jackpot” Lewis oder James “The Machine” Wade. Sie gehören zur Elite der Dartswelt und bringen in diesen Tagen wieder mal den Ally Pally (Alexandra Palace) auf Hochtouren.

Schon in den vergangen 2-3 Jahren spürte man, dass da etwas entsteht. Und so ist es nicht verwunderlich, dass in den letzten Wochen unterschiedlichste Medien das Thema aufgegriffen haben.

Doch mit der zunehmenden Professionalisierung wird auch das Thema Selbstdarstellung und Vermarktung für die Spieler immer wichtiger. Manch einer versucht es durch eine auffällige Frisur, andere durch die äußerst auffälligen Farben des Dartshirts und wiederum ein anderer bringt sein eigenes Dartboard auf den Markt.

Was man als Betrachter stark spürt ist der Fakt, dass sich die Außendarstellung der einzelnen Spieler sehr verändert hat. Für mich ein wenig zu vergleichen mit der Veränderung der Marke McFit. Was hier damals die sportlichen Herren mit Muskelshirt und Flatterhose waren, waren beim Darts die Herren mit Schnauzer und Bierkrug. Heute haben sie einzigartige Haarschnitte, eine eigene Einlaufmusik, besondere Gesten, und auch ein einzigartiges Logo.

Doch sind letztere wirklich so einzigartig? Wer genauer hinschaut merkt auf jeden Fall recht schnell, dass alle Logos aus der gleichen Familie stammen. Das lässt sich alleine schon an folgenden Merkmalen festmachen.

Konturen
Jedes Logo wird mit einer Kontur versehen. Diese macht es wuchtiger und schwerer in der Darstellung.

Viele Farben
Auffallen um jeden Preis, am besten mit Signalfarben.

Perspektiven
Bei manchen Logos hat man gleich das Gefühl, sie würden einem entgegenspringen. Daher sind Perspektiven ein gern genutztes Mittel.

Doch diese Einheitlichkeit war nicht immer so.
Denn hinter dem “Dartsuniversum” steckt eine ausgefeilte Marketingstrategie.

Denn der Darts-Sport hat erst in den vergangenen Jahren seinen Aufstieg zum Magneten einer Party- und Sportevent-süchtigen Gesellschaft erlebt. Ein Ereignis, das auch finanziell einen rasanten Aufschwung genommen hat.

Das Golf der Arbeiterklasse 

Während Spieler wie Phil Taylor in frühen Jahren fast vor dem sozialen Abgrund standen, verdient er heute mehr als 2 Millionen Euro im Jahr.

Da braucht es ein gutes Auftreten und vor allem ein visuelles Erkennungszeichen, das andere Fans gerne mit sich herumgetragen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass 2014/2015 ein ganz besonderes Jahr für den Dartsport sein wird. Denn durch die immer größer werdende Akzeptanz der Neuen Medien, professionellere Ausrichtung der großen Events und die Vernetzung der unterschiedlichen Nutzer, entstehen neue Zugänge. Diese werden Spieler und Veranstalter zu nutzen wissen.

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
---
Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

One thought on “Darts – Das Golf der Arbeiterklasse

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *