Hannover Messe 2015 – Technik meets Verstand #hm2015

By | 14. April 2015

Ideas made in Germany by #vdi #hannover #hannovermesse #integratedindustry #industry4.0 #technology #innovation

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Wen es in diesen Tagen zur Hannover Messe verschlägt, der braucht sich nicht nur über Roboter wundern, die einem Gummibärchen anreichen. Unter dem Motto “Integrated Industry” versammeln sich dieses Jahr rund 6.500 Aussteller auf dem riesigen Messegelände. Ganz vorne mit dabei das Partnerland Indien, die nicht nur vor Ort, sondern auch im Netz mit der Kampagne #MakeInIndia für Aufsehen sorgen.

Ein Ingenieur, der sich heute nicht mit Informatik auseinandersetzt, befindet sich in der Einbahnstraße

Ich selber durfte dank des VDI die Messe besuchen und einige spannende Eindrücke sammeln.

ThingING Generation mit dem @vdi_news Präsidenten und Direktor #discussion #VDI #hannover #hannovermesse #thinkING #vdiww

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Auch wenn das ein oder andere nicht zuletzt ungewöhnlich, suspekt, ja fast schon bedrohlich wirkte. Neben den bereits anreichenden “Gummibärchen-Robotern” fragte man sich in der Halle 37 bei der “kollaborativen Robotik”, ob es uns zukünftig überhaupt noch braucht. Denn neben der Maschine, die knapp unter Hallendecke hantierte, stand lediglich EIN Informatiker, der dafür sorgte, dass 5 Maschinen in wenigen Minuten ein Auto auseinander und wieder zusammen bauten.

Bis 2029 müssen rund 700.000 Ingenieure altersbedingt ersetzt werden

Wer sich in diesen Tagen von der Technik faszinieren lässt, sollte auch einmal den anderen Gedankengang einschlagen. Auf einem Panel des Fraunhofer Instituts fragte ein designierter Ingenieur,

Ich verstehe die Begeisterung und den Wunsch nach neuen Ideen / Innovationen. Doch was passiert, wenn der menschliche Verstand nicht folgen kann? Wenn Wunsch und Wirklichkeit auseinandergeht? Wenn kaum noch einer zu Hause eine Lampe anschließen kann?”

In einem Panel, umgeben von angehenden und erfahrenen Ingenieuren erntete dieser Beitrag nichts anderes als ein müdes Lächeln. Doch ich, der sowohl im Physik, als auch Chemie Unterricht nicht richtig aufgepasst hat, mache mir darüber so meine Gedanken.

Natürlich faszinierten mich die BionicAnts des Esslinger Automatisierungsspezialist Festo. Der Service Roboter von Schunk. Oder der YuMi von ABB. Letzterer wurde beispielsweise für das kollaborative Arbeiten mit Menschen in der Kleinmontage konzipiert. Doch wer die Messe mit offenen Augen betrachtet wird sehen, dass beim kollaborativen Arbeiten auf eine Seite immer mehr verzichtet wird.

Natürlich müssen die Produkte entwickelt, programmiert und gefertigt werden. Doch aus meiner Sicht ist diese Arbeit primär gut gebildeten Akademikern vorbehalten. Was passiert mit denen, die sonst am Band standen? Was passiert mit denen, die die Maschinen bedienten, die sich heute selber steuern und voneinander lernen?

Der gute Herr vom Fraunhofer Panel fügte noch etwas hinzu,

Veränderung hat auch immer was mit Unwissenheit zu tun. Doch Unwissenheit ist erklärungsbedürftig. Sonst wird aus ihr Angst.

Die Bundesregierung hat es in ihrem Statement gut auf den Punkt gebracht,

Wir müssen uns jeden Tag ändern

Dazu gehört auch der Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur oder eine Allianz aus Verbänden, Wirtschaft und Forschung.

Denn am Ende steht eines fest. Menschen vertrauen Menschen. Und diesen sollte man bei allen Entwicklungen nicht vergessen.

Noch einmal ein großes Danke an den VDI für den inspirierenden Tag.

Driving home from #hannovermesse Danke an den #VDI @vdi_news #technology #innovation #industry40 #integratedindustry

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andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
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Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

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