Marken und wie man sie zum Leben erweckt

By | 10. November 2016

Sie steckt in einem drin oder nicht. Manch einer behauptet, man könne sie sich antrainieren. Viele haben schon darüber berichtet. Doch die wirklichen Könner sprechen nicht über Sie, sondern sie leben und erleben sie einfach.

Kreativität. Die Fähigkeit, gelerntes neu zu denken.

Vor etwas mehr als 7 Jahren habe ich hier im Blog die erste Agenturmarke vorgestellt.

Grey worldwide Düsseldorf

Es war GREY, die Marke, für dich heute wieder arbeite. Eine Marke, die es sich wie viele andere Konkurrenzmarken auch zur Aufgabe gemacht hat, jeden Tag Kreativität zu leben und für Kunden erlebbar zu machen.

Am Platz der Ideen. Damals hieß es “Derendorf wird sich verändern“. Das hat es sich durchaus. Nicht nur damals, sondern auch in den Jahren die dazwischen liegen. Denn wer in einer Agentur arbeitet oder schon einmal gearbeitet hat wird wissen, wie dynamisch diese Welt ist.

Und diese Dynamik ist es auch, die die Menschen in ständiger Bewegung hält. Die Kreativität sucht sich ständig neue Resonanzfelder.

Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Zwei dieser Ausnahmen haben heute wieder ein kleines Stück das Rad weitergedreht und GREY und den Raum drumherum ein wenig verändert.

Wer heute zufällig die “Werbermedien” aufgeschlagen hat, wird vielleicht über einen Artikel zu zwei ganz besonderen Personen gestoßen sein.

Sowohl Mona Elobeid, als auch Christoph “Commander” Pietsch kenne ich seit meiner Ausbildung. Genauso wie ich machten auch sie ihre Ausbildung hier. Im Gegensatz zu mir verweilten sie aber auch dauerhaft hier. Bis heute.
Denn ab dem neuen Jahr dürfen sie sich einer neuen Aufgabe stellen. Einer Aufgabe die sie schon kennen, aber nun aus einer anderen Position erfüllen dürfen.

Sie dürfen nun eine andere Marke erlebbar machen. Für Kunden, aber vor allem auch Mitarbeiter. Denn das größte Kapital einer Agentur sind die Menschen. Die, die jeden Tag Marken der Auftraggeber mit Ideen aufladen.

Mona und Christoph haben das in den vergangenen Jahren, Tagen, Stunden … eindrucksvoll getan. Für Kunden als auch Kollegen.

Und genau das ist es auch, was Agenturmarken zum Leben erweckt. Die persönliche Kreativität und Entfaltungskraft.

Der leider schon verstorbene Peter Kruse hat dazu wie ich finde wunderbare Gedanken aufgestellt. Man sollte diese Gedanken allerdings nicht als Regelkatalog, sondern als Leitlinien sehen.

Vielleicht helfen sie uns gemeinsam, uns und unser Umfeld ein wenig kreativer und inspirierender zu machen.

  • Es gibt kein Kultur Veränderungsprojekt
  • Es gibt nur eine Kultur Erlebbarkeit
  • Die Kultur Erlebbarkeit entsteht durch direkte und indirekte Variablen
  • Kultur ist eine indirekte Variable
  • Kultur kann ich nicht erzeugen
  • Ich kann nur Rahmenbedingungen erzeugen, in den gewisse Kulturmuster emergieren
  • Wer zum Beispiel Kreativität sucht, muss nach systemischen Rahmenbedingungen suchen
  • Wenn man über Kreativität redet, sollte man über indirekte Möglichkeitsräume reden und nicht über das erzeugen
  • Erhöhe die Unterschiedlichkeit im System
  • Erschaffe Intelligente Systeme, die in der Lage sind zu akkumulieren und nicht nur zu assimilieren.
  • Erschaffe Systeme, die Prozessmuster wechseln können
  • Erzeuge Systeme mit internen Spannungsverhältnissen, denn die sind es, die instabile Phasen erzeugen
  • Denn Systeme mit instabilen Phasen erzeugen die Möglichkeit des Übergangs zu neuen Mustern

Genau das nennt man Kreativität.

Schaffe also Unterschiedlichkeit, erhöhe die Spannung im System, schaffe die Möglichkeit zum Prozessmusterwechsel und entwickle einen neuen Entfaltungsraum.

Sieh die Chance in der Veränderung.

In der Natur entstehen Ordnungsmuster immer aus Widerspruch, nicht aus Harmonie. Aus diesem Grund

  • Gib Querdenkern eine Chance
  • Lass die Störer zu
  • Baue Netzwerke
  • Schaffe eine Situation, wo die nichtlinearen Rückkopplungseffekte immer wieder für das Auflösen der stabilen Zustände sorgen

Denn Rückkopplungsmechanismen und Diversität sind es, die extrem wichtig sind für Kreativität. Sorge dafür, daß die Komplexität und Dynamik innerhalb des Systems mindestens ebenso groß ist wie die Komplexität und Dynamik am Markt.

 

Liebe Mona, lieber Christoph, ich wünsche Euch alles Gute für die kommenden Aufgaben.

Ihr macht das schon.

 

andre
Seit 1.6.2016 bin ich als Director Digital Consulting bei GREY beschäftigt. Hier kümmere ich mich vor allem um die Entwicklung und Weiterentwicklung von Digitalstrategien für unsere Kunden.
---
Nach meinem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation
bei der Werbeagentur GREY worldwide in Düsseldorf. Vor und während meiner Ausbildung
setzte ich mich viel mit den Neuen Medien auseinander und vertiefte mein Wissen in der strategischen
Planung und der Digital Unit des Unternehmens. Nach der Ausbildung wechselte ich in die Festanstellung und betreute namhafte Kunden der Agentur im Bereich der Neuen Medien und strategischer Digital Konzeption. Seit der Gründung im Jahre 2011 arbeitete ich bei
der „Deutsche Markenarbeit GmbH“. Hier war ich als Assistent der Geschäftsführung und baute den Bereich der Neuen Medien auf. Nach der 60% Übernahme der Verlagsgruppe Handelsblatt wechselte ich gemeinsam mit Frank Dopheide zur Verlagsgruppe, nach der ich noch einen Zwischenstopp bei der akom360 (Starcom Mediavest) einlegte.

Während meiner Ausbildung bei GREY gründete ich Logolook (April 2009). Seit dieser Zeit habe ich mich mit einer Vielzahl von Logos und Marken auseinandergesetzt. Dabei steht nicht immer nur das Design, sondern vor allem auch die Werte des Unternehmens im Fokus.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *